Zinspolitik: EZB schließt Zinssenkungen nicht aus

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Zinspolitik: EZB schließt Zinssenkungen nicht aus

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Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi spricht am Donnerstag in Frankfurt am Main waehrend einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Ratssitzung. Die EZB belässt den Leitzins in der Eurozone auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Weitere Zinssenkungen schließt der EZB-Chef wegen schwacher Konjunktur in der Eurozone nicht aus.

Eine Konjunkturverschlechterung in der Eurozone könnte die Europäische Zentralbank dazu bewegen, die Zinsen weiter zu senken. Ob die Maßnahme allerdings überhaupt Sinn macht, ist unter Investoren umstritten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) schließt eine weitere Zinssenkung wegen der schwachen Konjunktur in der Euro-Zone nicht aus. "Wenn notwendig sind wir bereit, geldpolitisch zu handeln", sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt. Der Rat habe aber noch nicht über seinen Kurs im kommenden Jahr gesprochen, erklärte Draghi auf der Pressekonferenz im Anschluss an den monatlichen Zinsbeschluss des Rats.

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Derzeit gebe es zwar keinen Grund die Geldpolitik zu ändern. Zuvor hatte Draghi allerdings betont, dass er mit einer schwachen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten rechnet, die auch die Anfang Dezember anstehenden vierteljährlichen Konjunkturprognosen der EZB belasten werde. "Es besteht das Risiko, dass sich die Konjunktur weiter abkühlt." Bis zum Jahresende sei auf keinen Fall mit einer Besserung der Lage zu rechnen.
Am Donnerstagmittag hatte der EZB-Rat den Leitzins für die 17 Euro-Länder zwar bei 0,75 Prozent belassen.

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Ob die Zinssenkung allerdings kommt, ist unter den Investoren umstritten. Manche erwarten, dass Draghi in der Euro-Zone entweder im Dezember oder dann in den ersten Monaten des neuen Jahres die Zinsen noch weiter senken könnte, um einen noch stärkeren Stimulus für die darbende Wirtschaft vor allem in den Ländern Südeuropas zu setzen.

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