Zum Jahresende: Euro-Inflation geht weiter zurück

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Zum Jahresende: Euro-Inflation geht weiter zurück

Zum Jahresende ist die Inflation in den 17 Staaten mit der Euro-Währung wieder leicht zurückgegangen. Die jährliche Rate betrug im Dezember 0,8 Prozent, das waren 0,1 Punkte weniger als noch im November.

Das teilte das Statistische Amt der EU (Eurostat) am Dienstag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit, die später noch revidiert werden kann. Eurostat will sich am 16. Januar zu Details in den einzelnen Mitgliedstaaten äußern. Fallende Preise für Kraftstoffe und Heizöl haben die Inflationsrate in Deutschland im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2010 gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen 2013 um 1,5 Prozent nach 2,0 Prozent im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag nach ersten Berechnungen in Wiesbaden mitteilte. Die Jahresteuerung liegt damit deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, die Preisstabilität bei einer Rate knapp unter zwei Prozent gewahrt sieht.

Im Dezember zog die Inflation allerdings leicht an. Vor allem Nahrungsmittel waren mit plus 3,8 Prozent erneut deutlich teurer als im Vorjahr. Erstmals seit Monaten stiegen auch die Energiepreise wieder geringfügig um 1,1 Prozent - im Gesamtjahr 2013 dürften sie aber bundesweit gepurzelt sein. Das Statistische Bundesamt gibt die Details erst am 16. Januar bekannt. Das nordrhein-westfälische Landesamt in Düsseldorf meldete am Montag jedoch etwa ein Minus bei den Kraftstoffpreisen von 3,3 Prozent - damit wurde Sprit im Jahresdurchschnitt erstmals seit 2009 wieder günstiger. Der ADAC trat bereits auf die Euphoriebremse: „Trotz der für die Autofahrer erfreulichen Entwicklung war 2013 das zweitteuerste Tankjahr aller Zeiten“, schränkte der Automobilclub ein.

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„Wir gehen davon aus, dass sich der moderate Aufwärtstrend bei den Preisen fortsetzt“, sagte der Deutschlandexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Simon Junker. Auch Commerzbank-Volkswirt Johannes Werner prophezeite: „Die gute Konjunktur sowie stärker steigende Löhne sprechen dafür, dass der Preisauftrieb in den kommenden Quartalen langsam anzieht.“ Außerdem werde die Energiewende zu weiterhin steigenden Strompreisen führen. Allerdings werde die Jahresrate frühestens Ende 2014 wieder die Zwei-Prozent-Marke erreichen, schätzte Junker - auch weil die deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb derzeit nur schwerlich Preiserhöhungen durchsetzen könnten.

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