Technologie: Westen noch vorn

Technologie: Westen noch vorn

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Produktion von Hochleistungskunststoff in China

Eine neue Studie zeigt: Die Ängste der Industriestaaten, China und andere Schwellenländer könnten bald die globale Technologieführerschaft übernehmen, sind unbegründet.

Mit der Ankündigung, den Yuan bald aufzuwerten, hat sich die chinesische Regierung kurzfristig aus der Schusslinie der Kritiker in den USA gebracht, die das Riesenreich für die weltweiten Handelsungleichgewichte verantwortlich machen. Doch der Burgfriede dürfte nicht lange währen. Zu tief sitzen die Ängste in Washington vor dem unaufhaltsamen Aufstieg Chinas zur Weltwirtschaftsmacht.

Die größte Sorge ist, China könnte dem Westen die Führerschaft bei High-Tech-Produkten streitig machen – und so den Wohlstand der Industrieländer gefährden.

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Chinesische Exporte im Vergleich

Chinesische Exporte im Vergleich

Schon 2004 warnte der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson, China und andere Schwellenländer seien dank ihres hohen Produktivitätswachstums in der Lage, rasch die Technologieleiter hinaufzuklettern und den Industrieländern Konkurrenz zu machen. Tatsächlich hat sich der Anteil der USA am Weltmarkt für High-Tech-Produkte von 20 Prozent Anfang der Neunzigerjahre auf 12 Prozent 2005 verringert. Dagegen ist der Anteil Chinas von 8 Prozent 1999 auf 19 Prozent 2005 gestiegen.

High-Tech-Produkte am unteren Rand des Qualitätsspektrums

Eine aktuelle Studie des Peterson Institute for International Economics in Washington zeigt jedoch, dass China und andere Schwellenländer noch weit davon entfernt sind, die Technologieführerschaft zu übernehmen. Anhand von disaggregierten Handelsdaten der Schwellen- und Industrieländer von 1990 bis 2006 fanden die Forscher heraus, dass die Exportwarenstruktur der Schwellenländer derjenigen der Industrieländer zwar immer ähnlicher wird. Allerdings sind die High-Tech-Produkte made in China vor allem am unteren Rand des Qualitätsspektrums angesiedelt, während die High-Tech-Produkte aus Industrieländern in puncto Qualität und Innovationsgehalt ganz oben auf der Technologieleiter stehen.

Kein Grund zur Furcht

Das zeigt sich nach Ansicht der Autoren am Durchschnittswert der Exporte, der neben dem Preis auch die qualitative Zusammensetzung des Exportsortiments widerspiegelt. So liegt der Durchschnittswert chinesischer Exporte nur bei 43 Prozent des Durchschnittswerts der OECD-Exporte, im Vergleich zu den USA beträgt die Relation nur 34 Prozent. Zudem hat sich das Verhältnis seit 1990 kaum verändert. Fazit: Die Schwellenländer mögen auf der Technologieleiter weiter nach oben geklettert sein, der Westen aber ist es auch. Noch besteht kein Grund, sich vor China & Co. zu fürchten.

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