
HB ROM. In anderen Vertretungen wurde nach dem Eingang von verdächtigen Päckchen ebenfalls Bombenalarm ausgelöst. Allerdings habe sich in diesen Fällen der Verdacht nicht bestätigt, teilten die Behörden mit. Bei den Explosionen von Paketbomben vor Weihnachten in der Schweizer und der chilenischen Botschaft wurden zwei Menschen verletzt. Eine Anarchisten-Gruppe mit dem Namen Informelle Anarchistische Föderation hatte sich zu den Anschlägen bekannt.
Das am Montag gefundene Päckchen sei den beiden explodierten Sprengsätzen ähnlich gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Daher liege die Vermutung nahe, dass es ebenfalls von der Anarchistengruppe stamme. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Der griechische Botschafter Michael Campanis sagte, das Päckchen sei am Freitag nach Dienstschluss in der Botschaft angekommen. Ein Mitarbeiter habe es am Montag gesehen. Zu der Zeit seien schon schärfere Sicherheitsbestimmungen in Kraft gewesen. Warnung oder Bombendrohungen habe es vorher nicht gegeben.
Feuerwehr, Polizei und Bombenexperten untersuchten auch in der diplomatischen Vertretungen Dänemarks, Venezuelas und des Fürstentums Monaco verdächtige Pakete. Diese erwiesen sich jedoch als harmlos. In den Botschaften in Rom kam am Montag nach Weihnachten erstmals wieder Post an. Die Briefbomben vom Donnerstag waren mit der Post gekommen. Sie steckten in gelben Umschlägen von der Größe einer Videokassette.
Die Anschläge in Rom und zuvor schon in Griechenland haben die Sorge geweckt, dass die sozialen Spannungen infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise zu mehr Gewaltbereitschaft bei militanten Gruppen in Europa führt.














