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Überraschung für Experten: IWF öffnet Goldtresor für arme Länder

Quelle: Handelsblatt Online

Zur Finanzierung zinsgünstiger Kredite für arme Länder hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Teil seines Goldschatzes an Indien verkauft. Experten zeigten sich überrascht, da sie Indien nicht auf dem Zettel hatten und eher auf China als ersten Käufer getippt hatten.

Die Feinunze Gold zog nach Bekanntwerden des Geschäfts zeitweilig auf rund 1063 Dollar an. Quelle: dpa Quelle: handelsblatt.com
Die Feinunze Gold zog nach Bekanntwerden des Geschäfts zeitweilig auf rund 1063 Dollar an. Quelle: dpa Quelle: handelsblatt.com

HB MUMBAI/WASHINGTON. Mit der Abgabe von 200 Tonnen des Edelmetalles an die indische Zentralbank erlöste der Fonds am Dienstag 6,7 Mrd. Dollar. Der IWF hatte im September beschlossen, sich von einem Achtel seines Goldschatzes zu trennen. Indien hat nun die Hälfte davon erhalten und rückt in den erlauchten Club der zehn Länder mit den größten Goldreserven weltweit auf.

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Experten zeigten sich überrascht, da sie Indien nicht auf dem Zettel hatten und eher auf China als ersten Käufer getippt hatten. Die Feinunze Gold zog nach Bekanntwerden des Geschäfts zeitweilig auf rund 1063 Dollar an und näherte sich damit dem im Vormonat erreichten Rekordkurs von 1070,40 Dollar.

Fachleute vermuten, dass sich weitere Kaufinteressenten von dem Goldpreishöhenflug nicht abschrecken lassen: "Die Zentralbank in China wird gerne auf diesem Niveau zugreifen. Ich würde mich nicht wundern, wenn auch die eine oder andere südostasiatische Bank Gold kaufen würde", sagte Aaron Smith von Superfund.

Die Transaktionen werden im Rahmen des neu vereinbarten Goldabkommens der Notenbanken abgewickelt. Darin wurde ihnen der Verkauf von jährlich rund 400 Tonnen Gold eingeräumt. Auch der IWF kann sich demnach von rund 400 Tonnen seiner Goldreserven trennen. Deutschland verfügt nach den USA über den zweitgrößten Goldschatz der Welt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.11.2009, 19:28 UhrSchöner Verein IWF

    ich habe gelesen und gehört, dass der iWF eher ein großer bandit ist, nicht der Heilsbringer, als den er sich hinstellt.Er soll "den armen Ländern" Kredite gewähren, um sich dann an deren "Schulden" zu bereichern.Der iWF schafft also Abhängikeiten.Da fallen nur noch afrikanische Diktatoren drauf herein, weil die das Geld vom iWF für ihre Armeen und für Waffenkäufe brauchen.So verdienen immer die gleichen "interessen" und andere müssen deshalb verrecken!
    Der iWF gehört abgeschafft!

  • 07.11.2009, 15:24 UhrFakten bleiben Fakten

    Lassen wir doch die Fakten sprechen:
    DAX vor 10 Jahren bei ca. 5600 Punkten. Aktueller Stand: 5488 Punkte.
    Gold vor 10 Jahren bei 290$. Aktueller Stand: 1094$.

    Aber vielleicht einfach ein schlechter Zeitraum für Aktien? Seien wir also fair:
    DAX vor 5 Jahren bei ca. 4100 Punkten. Aktueller Stand: 5488 Punkte.
    Gold vor 5 Jahren bei 430$. Aktueller Stand: 1094$.

    Und weil es so viel Freude macht:
    DAX vor 3 Jahren bei ca. 6400 Punkten. Aktueller Stand: 5488 Punkte.
    Gold vor 3 Jahren bei 630$. Aktueller Stand: 1094$.

    Anhand dieser Zahlen kann sich nun jeder Mensch seine eigene Meinung bilden. ;-)

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