
HB MUMBAI/WASHINGTON. Mit der Abgabe von 200 Tonnen des Edelmetalles an die indische Zentralbank erlöste der Fonds am Dienstag 6,7 Mrd. Dollar. Der IWF hatte im September beschlossen, sich von einem Achtel seines Goldschatzes zu trennen. Indien hat nun die Hälfte davon erhalten und rückt in den erlauchten Club der zehn Länder mit den größten Goldreserven weltweit auf.
Experten zeigten sich überrascht, da sie Indien nicht auf dem Zettel hatten und eher auf China als ersten Käufer getippt hatten. Die Feinunze Gold zog nach Bekanntwerden des Geschäfts zeitweilig auf rund 1063 Dollar an und näherte sich damit dem im Vormonat erreichten Rekordkurs von 1070,40 Dollar.
Fachleute vermuten, dass sich weitere Kaufinteressenten von dem Goldpreishöhenflug nicht abschrecken lassen: "Die Zentralbank in China wird gerne auf diesem Niveau zugreifen. Ich würde mich nicht wundern, wenn auch die eine oder andere südostasiatische Bank Gold kaufen würde", sagte Aaron Smith von Superfund.
Die Transaktionen werden im Rahmen des neu vereinbarten Goldabkommens der Notenbanken abgewickelt. Darin wurde ihnen der Verkauf von jährlich rund 400 Tonnen Gold eingeräumt. Auch der IWF kann sich demnach von rund 400 Tonnen seiner Goldreserven trennen. Deutschland verfügt nach den USA über den zweitgrößten Goldschatz der Welt.













