Wirtschaftskrise: Dax-Unternehmen wollen Kündigungen vermeiden

Wirtschaftskrise: Dax-Unternehmen wollen Kündigungen vermeiden

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Kurzarbeit in Sindelfingen

Die 30 Dax-Unternehmen wollen trotz der Wirtschaftskrise im laufenden Jahr so weit wie möglich auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Im Gegenzug gibt es Erleichterungen bei der Kurzarbeit.

Die 30 DAX-Unternehmen haben die Bundesregierung aufgefordert, weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft zu beschließen. „Wenn dies so geschieht, dann wollen wir aber auch alle Instrumente dafür einsetzen, dass wir nach Möglichkeit ohne Entlassungen auskommen“, sagte Daimler-Vorstandsmitglied Günther Fleig am Freitag nach einem Gespräch der Personalvorstände mit Arbeitsminister Olaf Scholz.

Bereits bei ihrem ersten Treffen vor drei Wochen hatten die 30 Unternehmen den Willen erklärt, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Fleig räumte ein, dies sei „keine harte Erklärung“. Aber die Unternehmen wollten alles dafür tun.

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Scholz bekräftigte, die Regierung werde sicherstellen, dass die Unternehmen in dieser Krise ihre Beschäftigten nicht entließen. Die Unternehmen sollten unterstützt werden, ihre Absichtserklärung zu realisieren.

Absurde Vorstellungen über den Rettungsschirm

Es solle klargestellt werden, dass von Kurzarbeit auch Leiharbeiter und befristet Beschäftigte profitieren könnten. Zudem sollten die Unternehmen bei den Sozialversicherungsbeiträgen besser unterstützt werden.

Auf die Frage, was er von dem in der Diskussion befindlichen Vorschlag eines 100-Milliarden-Euro-Rettungsschirms für Unternehmen halte, antwortete der SPD-Politiker, er glaube, dass da jetzt auch teilweise absurde Vorstellungen in die Welt gerieten. „Wir können uns nicht an allen Unternehmen beteiligen.“ Fleig sagte, man habe vereinbart, sich unabhängig von der Krise wieder zu treffen.

Siemens-Chef Peter Löscher bekannte sich zu dem Vorhaben der DAX-Unternehmen, betriebsbedingten Kündigungen zu vermeiden. „Als Arbeitgeber müssen wir Signale des Vertrauens und der Verlässlichkeit ausstrahlen“, sagte er.

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