Popolare di Vicenza und Veneto Banca: Finanzinvestoren winken bei italienischen Krisenbanken ab

Popolare di Vicenza und Veneto Banca: Finanzinvestoren winken bei italienischen Krisenbanken ab

, aktualisiert 02. Juni 2017, 18:53 Uhr
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Das italienische Geldhaus will eine staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

Quelle:Handelsblatt Online

Für den Empfang staatlicher Hilfen müssen Banken ein milliardenschweres Eigenkapital aufbringen. Die in Not befindlichen italienischen Krisenbanken scheinen das nicht zu schaffen. Und niemand will helfen.

London/MailandAn den beiden italienischen Krisenbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca wollen sich Insidern zufolge keine Finanzinvestoren beteiligen. Solche Kapitalgeber seien zwar wiederholt angesprochen worden, in die beiden Verluste schreibenden Institute zu investieren. Diese hätten aber wenig Appetit gezeigt, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Einem zweiten Insider zufolge finden im Augenblick keine Gespräche mit Finanzinvestoren statt.

Die beiden Banken müssen eine milliardenschwere Kapitallücke schließen. Insidern zufolge haben die Geldhäuser Schwierigkeiten, die erforderlichen 1,2 Milliarden Euro an privaten Mitteln einzusammeln. Dies ist notwendig, damit die EU-Kommission staatlichen Hilfen für die Institute zustimmt. Der von Banken und Versicherern getragenen Rettungsfonds Atlante hatte bereits im vergangenen Jahr 3,4 Milliarden Euro für die beiden Krisenbanken aufgebracht. Er ist nicht bereit, weitere Gelder in sie zu pumpen. Für das kriselnde Institut Monte dei Paschi di Siena zeichnet sich hingegen eine Lösung ab. Die EU-Kommission hatte nach langem Ringen dem Rettungsplan der italienischen Regierung zugestimmt.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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