Preissteigerung: Inflation in Euro-Zone fällt auf Jahrestief

Preissteigerung: Inflation in Euro-Zone fällt auf Jahrestief

, aktualisiert 16. Juni 2017, 11:09 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Chef Mario Draghi kann sich bestätigt fühlen: Die Preissteigerung in der Euro-Zone liegt im Mai nur noch bei 1,4 Prozent. Die Energiepreise steigen nicht mehr so stark.

BrüsselDie Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Mai auf ein Jahrestief gefallen. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag eine frühere Schätzung bestätigte. Im April lag die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent noch in dem von der EZB gewünschten Rahmen, die mittelfristig Werte von knapp unter zwei Prozent anstrebt.

Hauptgrund für den Rückgang: Energie verteuerte sich nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck nach, weil nach den Osterferien das Reisen wieder billiger wurde.

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Mit der niedrigeren Inflation sinkt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen. Die Notenbank wagte jüngst lediglich einen Mini-Schritt in Richtung Kurswende: Sie strich die Option auf noch tiefere Zinsen aus ihren Standardformulierungen und bewertete die Konjunktur etwas optimistischer.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Risiken für das Wachstum erstmals seit Jahren als „weitgehend ausgeglichen“ beschrieben. Höhere Zinsen dämpfen tendenziell den Preisanstieg, weil sie Kredite verteuern und das Sparen attraktiver machen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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