Privatkundengeschäft: Credit Suisse will mit Krediten an Reiche wachsen

Privatkundengeschäft: Credit Suisse will mit Krediten an Reiche wachsen

, aktualisiert 02. März 2017, 16:25 Uhr
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Kredite an reiche Privatkunden sollen der Schweizer Großbank Credit Suisse satte Gewinne bescheren.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Krediten an reiche Privatkunden will Credit Suisse wachsen. Allerdings besteht auch ein gewisses Risiko: Kredite könnten für Ausfälle oder Verluste sorgen. Credit Suisse verspricht sich aber ein sattes Wachstum.

ZürichDie Credit Suisse will das Kerngeschäft der Vermögensverwaltung mit Krediten an reiche Privatkunden weiter ankurbeln. Während Ausleihungen im Heimmarkt schon immer zur Verfügung standen, habe die Schweizer Großbank die Dienstleistung Kunden im Ausland erst in den vergangenen Jahren in größerem Stil angeboten, erklärte Finanzchef David Mathers im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. „Entsprechend rechne ich mit einem Wachstum.“

Im vergangenen Jahr entfiel rund ein Drittel der Neugelder des ausländischen Vermögensverwaltungsgeschäfts von 30,2 Milliarden Franken auf Kredite, erklärte Mathers. Die Neugelder bezeichnen die Mittel, die eine Bank zusätzlich bei Kunden einsammelt und dann verwaltet. Ausleihungen gehören dazu, weil die Kunden mit dem Geld etwa Wertpapiere kaufen und dem Institut dafür im Gegenzug Gebühren zahlen. Gerade in Asien sind Transaktionen auf Pump beliebt. Unternehmer in der Region haben oft einen großen Teil ihres Vermögens in die eigene Firma gesteckt, sodass ihnen Mittel für größere Ausgaben fehlen. Mit Ausleihungen schaffen Banken wie die Credit Suisse hier Abhilfe.

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Das zahlt sich auch für die Bank aus. Die Ausleihungen hätten im vergangenen Jahr bereits zu deutlich höheren Zinseinnahmen geführt, erklärte Mathers. In Asien, dem Nahen Osten und osteuropäischen Schwellenländern kam Credit Suisse 2016 zudem auf zweistellige Neugeld-Wachstumsraten und ließ manchen Konkurrenten damit hinter sich. Das Neugeld ist ein wichtiger Indikator für die zukünftigen Erträge.

Ende 2016 verwaltete die Credit Suisse einschließlich des Schweizer Geschäfts 734 Milliarden Franken von reichen Privatkunden. Das Zürcher Geldhaus ist damit nach der UBS und den US-Konzernen Bank of America und Morgan Stanley die weltweite Nummer vier in dem Geschäft. Der Ausbau der Vermögensverwaltung auf Kosten des riskanteren Investmentbankings ist Kern der Strategie von Konzernchef Tidjane Thiam.

Kredite bringen zwar zusätzliche Einnahmen, bergen aber auch die Gefahr von Ausfällen und entsprechenden Verlusten für die Bank. Mit einem Ausbau des Kontrollapparats in Asien und anderen Schwellenländern will die Credit Suisse gegensteuern. „Parallel zum Wachstum der Ausleihungen haben wir auch in die Risiko- und Compliance-Infrastruktur investiert“, erklärte Mathers.

Quelle:  Handelsblatt Online
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