Prognose-Senkung: Commerzbank nimmt Abschied vom Gewinnziel

Prognose-Senkung: Commerzbank nimmt Abschied vom Gewinnziel

, aktualisiert 02. August 2016, 07:52 Uhr
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Die Commerzbank kämpft mit schrumpfenden Erträgen und mit Niedrigzinsen.

Quelle:Handelsblatt Online

Mehr als eine Milliarde Gewinn hatte die Commerzbank im vergangenen Jahr gemacht. In diesem Jahr lässt sich das nicht wiederholen. Das Geldinstitut hat nun die Prognose für 2016 gesenkt.

FrankfurtDie Commerzbank nimmt endgültig Abschied von ihrem Gewinnziel für das laufende Jahr. „Das Niedrigzinsumfeld und die anhaltende Kundenzurückhaltung in Anbetracht der geopolitischen Unsicherheiten werden die Erträge trotz Wachstum weiter belasten”, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zum zweiten Quartal. „Wir erwarten daher für das Gesamtjahr 2016, dass das Operative Ergebnis und das Konzernergebnis unter dem Vorjahr liegen werden.” Die Kürzung war erwartet worden. Im vergangenen Jahr hatte die Commerzbank einen Nettogewinn von 1,06 Milliarden Euro erwirtschaftet, in diesem Jahr liegt er nach sechs Monaten erst bei 372 (Vorjahr 645) Millionen Euro.

Die Commerzbank hatte bereits vor einer Woche (26. Juli) und damit gut eine Woche vor der Bekanntgabe der Zahlen die Aktionäre über einen schrumpfenden Quartalsgewinn in Kenntnis gesetzt. Die Bank teilte mit, dass der Gewinn im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 209 Millionen Euro geschrumpft sei. Im Vorjahresquartal betrug er noch 307 Millionen Euro.

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Der neue Vorstandschef, Martin Zielke, hatte schon im Mai gewarnt, dass es schwierig werde, das Vorjahresergebnis von mehr als einer Milliarde Euro zu wiederholen. Im Vorjahr hatte die Bank Anleger mit einem Milliardenergebnis positiv überrascht. Zielke steht jedoch unter Druck, die Kosten zu senken.

Denn die dünner werdende Kapitaldecke wird immer mehr zum Problem. Verschärfte Kapitalvorschriften drückten per Ende Juni die harte Kernkapitalquote auf 11,5 Prozent. Drei Monate vorher waren es noch 12,0 Prozent. Einer der Gründen: Neue Berechnungen von Risiken im Tagesgeschäft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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