Reaktion auf Investorenkritik: Achleitner stärkt Deutsche-Bank-Chef Cryan den Rücken

Reaktion auf Investorenkritik: Achleitner stärkt Deutsche-Bank-Chef Cryan den Rücken

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Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner (r) hat dem Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Geldhauses, John Cryan, den Rücken gestärkt.

von Yasmin OsmanQuelle:Handelsblatt Online

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, zeigt sich von der Kritik großer Investoren an der Deutschen Bank und ihrem Führungspersonal unbeeindruckt und warnt davon zu hyperventilieren.

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, hat das aktuelle Vorstandsteam und die Fortschritte beim Umbau des Kreditinstituts gegen die – größtenteils anonyme - Kritik großer Investoren verteidigt. „Die Deutsche Bank hat jetzt eine klare Strategie, eine klare Struktur und ein Team, um diese Strategie umzusetzen. Die entscheidende Aufgabe ist jetzt umsetzen, umsetzen, umsetzen“, sagte er bei einem Dinner des „European Private Equity Summit“ des Handelsblatts.

Das Handelsblatt hatte zuvor über die wachsende Ungeduld bei großen Investoren mit den langsamen Fortschritten der Bank berichtet. Die Profianleger sind verärgert, weil die Bank, die im vergangenen Jahr wegen einer drohenden Milliardenstrafe in den USA Marktanteile verloren hatte, sich nur langsam davon erholt.

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Vor allem die enttäuschenden Halbjahresergebnisse hatten den Aktienkurs unter Druck gesetzt. Daher wachsen bei einigen Großinvestoren Zweifel daran, ob Vorstandschef John Cryan der richtige Mann an der Spitze des Instituts ist.

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„Der Vorstandsvorsitzende hatte im Frühjahr eine komfortable Ausgangslage, aber er hat sie schlecht genutzt“, hatte ein einflussreicher Großinvestor gesagt. Die Bank stärkte nach einer Einigung mit der US-Justiz im Dezember im Frühjahr mit einer großen Aktienplatzierung ihr Kapital. Von der Krise im vergangenen Herbst erholte sie sich dennoch noch nicht. „Ich glaube zunehmend, dass John Cryan nicht mehr der Richtige ist“, sagte der Großinvestor deshalb.

Ingo Speich, Fondsmanager bei Union Investment, hatte John Cryan zwar als den „richtigen Mann“ bezeichnet, er hatte aber auch gesagt: „Die Bank hat noch nicht bewiesen, dass ihr Geschäftsmodell trägt.“

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Aufsichtsratschef Achleitner zeigte sich davon gänzlich unbeeindruckt: „Das sind alles langfristige Investoren“, sagte er. „Man kann nicht auf jeden Bericht, und bei jeder Unmutsäußerung eines Investoren und auf jedes Quartalsergebnis aufgeregt reagieren und hyperventilieren“, sagte er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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