Rekordverlust bei NordLB: Moody's senkt Bonitätsnoten

Rekordverlust bei NordLB: Moody's senkt Bonitätsnoten

, aktualisiert 18. April 2017, 20:08 Uhr
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Nach dem Rekordverlust hat die Ratingagentur Moody's die Bonität der größten Landesbank Norddeutschlands herabgestuft.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Schiffskrise hat die Norddeutsche Landesbank (NordLB) tief in die roten Zahlen getrieben. Die US-Ratingagentur Moody's hat jetzt die langfristigen Bonitätsnoten der Bank herabgestuft – und droht mit mehr.

FrankfurtDie Ratingagentur Moody's hat die langfristigen Bonitätsnoten der NordLB gesenkt und droht mit einer weiteren Herabstufung. Zur Begründung verwies Moody's am Dienstag auf den Rekordverlust der Landesbank von zwei Milliarden Euro im vergangenen Jahr und die anhaltend hohen Belastungen durch die Schifffahrtskrise.

Sämtliche langfristigen Bonitätsnoten seien um eine Stufe gesenkt worden, erklärte Moody's. Dazu gehören das Einlagen-Rating (jetzt: Baa1) sowie die Einstufungen für die vorrangigen unbesicherten Schulden und die Emittentenratings (jetzt: Baa2). Damit bewegen sich die Bonitätsnoten noch im Investitionsbereich, bei einer weiteren Herabstufung um drei beziehungsweise zwei Stufen würden sie in den Ramsch-Bereich rutschen.

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Moody's prüft, ob und gegebenenfalls wie stark die Bonitätsnoten weiter gesenkt werden. Entscheidend sei, wie gut die NordLB beim Abbau von Risiken und bei der Stärkung ihres dünnen Kapitalpolsters vorankomme. Sollte die Bank dabei keine bedeutenden Fortschritte machen, sei eine weitere Herabstufung um mehr als eine Stufe möglich.

Die Landesbank ächzt unter einem Schiffsportfolio von 16,8 Milliarden Euro, Kredite über mehr als neun Milliarden gelten als wackelig. Bis Ende 2018 soll der Bestand an Schiffskrediten auf zwölf bis 14 Milliarden Euro schrumpfen. Der neue Vorstandschef Thomas Bürkle will zudem bis Ende 2020 bis zu 200 Millionen Euro einsparen - auch durch Stellenstreichungen. "Es wird sicherlich zu einem Mitarbeiterabbau kommen, und es wird sicher keine ganz kleine Zahl sein", sagte Bürkle Anfang April bei der Bilanzpressekonferenz in Hannover.

Quelle:  Handelsblatt Online
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