Rendite-Dreieck des Aktieninstituts: Anleger, hört die Argumente!

Rendite-Dreieck des Aktieninstituts: Anleger, hört die Argumente!

, aktualisiert 27. Januar 2016, 16:06 Uhr
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Wer langfristig Monat für Monat spart, kann sich über satte Renditen freuen.

von Jessica SchwarzerQuelle:Handelsblatt Online

Das Deutsche Aktieninstitut trommelt – wenig überraschend – mal wieder für die Aktie. Die Papiere eigenen sich „ausgezeichnet zum Vermögensaufbau“, heißt es. Aber was ist mit den Kurseinbrüchen der vergangenen Wochen?

DüsseldorfEs klingt fast ein bisschen nach verzweifelter Lobbyarbeit: Aktien und Aktienfonds eignen sich „ausgezeichnet zum Vermögensaufbau“, verkündet das Deutsche Aktieninstitut. Und das nachdem der Jahresauftakt an den Märkten gründlich daneben gegangen ist. Fast zehn Prozent haben die deutschen Standardwerte seit Jahresbeginn verloren. Aber von Kurseinbrüchen sollten sich Anleger auch gar nicht verunsichern lassen, raten die Lobbyisten.

Dass das auch stimmt, zeigt das gerade aktualisiere Rendite-Dreieck des Aktieninstituts. Das Renditedreieck zeigt sehr plakativ die Kurs- und Dividendenentwicklung in Aktien des Dax seit 1968. Zeiträume mit negativen Renditen sind rot gefärbt, Zeiträume mit positiven Erträgen grün. Das Ergebnis ist eindrucksvoll: mehr grün als rot, sehr viel mehr grün – vor allem auf lange Sicht. Die jährliche Rendite bei einem Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren in der Vergangenheit zwischen rund sechs und neun Prozent lag.

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Ein Ergebnis, dass sich sehen lassen kann. Denn mit einer solchen Rendite verdoppelt sich das eingesetzte Vermögen etwa in zehn bis 15 Jahren. Beim aktuellen Zinsniveau für festverzinsliche Anlagen dauert
es dagegen etwa drei- bis viermal so lange. Und wer auf Bundesanleihen oder Papiere mit ähnlich hoher Bonität setzt, braucht einen noch viel längeren Atem. „Die Kernbotschaft unseres Rendite-Dreiecks ist, dass Anleger mit einem breitgestreuten Investment in Aktien oder Aktienfonds langfristig sehr gute Renditen erzielen“, sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, „Deswegen empfehlen wir auch, dass breit gestreute Aktieninvestments bei langfristiger Perspektive ein fester Bestandteil bei der Geldanlage der Deutschen sein sollten.“

Auch mit Fondssparplänen können Anleger satte Renditen einfahren. Das zeigen die Sparplanzahlen des Fondsverbands BVI. Wer zehn Jahre lange Monat für Monat 100 Euro, also 12.000 Euro in einen Aktienfonds Deutschland investiert hat, kann sich über 17.835 Euro freuen – eine Rendite von 7,7 Prozent im Jahr. Die Ergebnisse berücksichtigen alle Kosten inklusive Ausgabeaufschläge. Nach 20 Jahren sind es 47.086 Euro bei einer Rendite von 6,3 Prozent pro Jahr, nach 30 Jahren sogar 120.495 Euro bei einer Rendite von 7,1 Prozent.

Das Kapital vermehrt sich nicht nur durch die Sparraten, sondern auch durch Erträge und wieder angelegte Ausschüttungen, also den Zinseszinseffekt. „Bei Investmentfonds-Sparplänen profitiert der Sparer auch vom Cost-Average-Effekt, dem Durchschnittskosteneffekt“, betonen die Experten des Fondsverbands. Bei gleichhoher Sparrate werden zu Zeiten hoher Kurse weniger Fondsanteile erworben. Dafür können in Phasen niedriger Kurse vom gleichen Geld mehr Fondsanteile gekauft werden. „Langfristig ergibt das einen günstigen durchschnittlichen Kaufpreis“, so der BVI.

Aktieninstitut und BVI mögen Lobbyisten für die Aktie sein, aber ihre Argumente sind überzeugend. Doch das Renditeplus gibt es nur, wenn Anleger das Risiko kurz- und mittelfristiger Kursschwankungen ertragen können. Wie heftig es an der Börse mitunter zu Sache gehen kann, haben die ersten Handelswochen des Jahres gezeigt. „Die historische Erfahrung lehrt jedoch, dass sich selbst bei ungünstigen Einstiegszeitpunkten und trotz Krisen an den Kapitalmärkten langfristig gute Renditen am Aktienmarkt erzielen ließen“, sagte Bortenlänger. Aus Sicht des Deutschen Aktieninstituts sollen Aktien und Aktienfonds vor allem für langfristige Sparziele wie Vermögensaufbau oder Altersvorsorge genutzt werden.

Quellle:  Handelsblatt Online
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