Rettungsaktion für Banco Popular: Santander verkraftet Not-Übernahme gut

Rettungsaktion für Banco Popular: Santander verkraftet Not-Übernahme gut

, aktualisiert 28. Juli 2017, 12:02 Uhr
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Trotz der niedrigen Zinsen in Europa kletterte der Zinsüberschuss der spanischen Großbank um 14 Prozent.

Quelle:Handelsblatt Online

Die spanische Bank Santander hat ihren Nettogewinn im zweiten Quartal um 37 Prozent gesteigert – das trotz der kostspieligen Rettungsaktion für den Konkurrenten Banco Popular. Der Grund: Das glänzende Brasilien-Geschäft.

MadridDie spanische Großbank Santander hat dank glänzender Geschäfte in Brasilien die kostspielige Rettungsaktion für den Konkurrenten Banco Popular gut weggesteckt. Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um 37 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro, wie Santander am Freitag mitteilte. Trotz der niedrigen Zinsen in Europa kletterte der Zinsüberschuss um 14 Prozent; die seit 7. Juni zum Konzern gehörende Banco Popular trug dazu sogar ein Scherflein bei. Santander hatte den kleineren spanischen Rivalen geschluckt, um ihn vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Es war die erste Abwicklung einer Bank, die nach den Vorschriften der EU ganz auf Kosten der Eigentümer und Gläubiger ging. Die Übernahme riss allerdings ein Loch in die Kapitaldecke von Santander. Die harte Kernkapitalquote schrumpfte auf 9,58 von 10,66 Prozent. Santander ist allerdings gerade dabei, die Lücke mit einer sieben Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung zu schließen. Auch in der Quote fauler Kredite machte sich die Lage von Banco Popular bemerkbar: Ende Juni galten 5,37 Prozent (Ende März: 3,74) der Kredite in den Büchern von Santander als leistungsgestört – doch das ist immer noch weniger als bei den meisten spanischen Rivalen. Der Immobilienbestand von Banco Popular soll nun verkauft werden, wie Santander ankündigte.

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Am besten lief das Geschäft im zweiten Quartal in Brasilien, wo der Gewinn um 42 Prozent nach oben sprang. Dagegen brach das Ergebnis in Großbritannien wegen des schwächeren Pfund Sterling um 18 Prozent ein. Dort seien die Margen unter Druck, erklärte die spanische Bank, die auf der Insel zu den größten fünf Geldhäusern zählt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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