Royal Bank of Scotland: RBS verzichtet auf Tochter-Verkauf

Royal Bank of Scotland: RBS verzichtet auf Tochter-Verkauf

, aktualisiert 20. Februar 2017, 13:11 Uhr
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Statt des Verkaufs, will die Bank nun einen Fonds auflegen, um aufstrebende zu unterstützen.

Quelle:Handelsblatt Online

Sieben Jahre lang suchte die Royal Bank Scotland (RBS) erfolglos nach einem Käufer für ihre Tochter Williams & Glyn. Der nun erklärte Verzicht kommt bei den Anlegern aber gut an. Die Aktie der Bank stieg um 6,4 Prozent.

FrankfurtDer Verzicht der Royal Bank of Scotland (RBS) auf den geplanten Verkauf ihrer Filialbank-Tochter Williams & Glyn kommt bei Anlegern gut an. Die Aktien des britische Geldhauses stiegen am Montag um bis zu 6,4 Prozent auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 258 Pence. Dank dieser Entscheidung könnte der Konzerngewinn 2019 zehn Prozent höher ausfallen als bislang angenommen, schrieben die Analysten der US-Bank Morgan Stanley in einem Kommentar.

Nach einer siebenjährigen erfolglosen Suche nach einem Käufer will die RBS ihre Wettbewerbsfähigkeit mit alternativen Maßnahmen steigern, um Forderungen der EU-Behörden zu erfüllen. Diese hatte während der Finanzkrise den Verkauf der Tochter zur Bedingung gemacht, damit die britische Regierung der kriselnden Bank mit Staatsgeldern unter die Arme greifen durfte. 2016 war das Geldhaus beim Stresstest der Bank von England (BoE) durchgefallen.

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RBS will statt des Verkaufs der Tochter unter anderem einen Fonds auflegen, um aufstrebende Banken zu unterstützen und damit den Wettbewerb in der Finanzbranche zu beleben. Außerdem sollen diese das RBS-Filialnetz nutzen dürfen. Für diese Maßnahmen habe das Geldhaus 750 Millionen Pfund (880 Millionen Euro) beiseite gelegt. Sollte die EU diesem „Plan B“ zustimmen, wäre eine Hürde auf dem Weg zur Wideraufnahme von Dividendenzahlungen beseitigt, urteilte Analyst Joseph Dickerson von der Investmentbank Jefferies. Allerdings seien die Konditionen der Alternativ-Vorschläge nicht allzu günstig für die teilverstaatlichte RBS. Aktien aufstrebender britischer Banken wie Virgin Money oder Aldermore legten jeweils etwa ein Prozent zu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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