Rückversicherer: Ergo bleibt ein Sorgenkind von Munich Re

Rückversicherer: Ergo bleibt ein Sorgenkind von Munich Re

, aktualisiert 16. März 2016, 08:24 Uhr
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Ergo ist der Erstversicherer im Munich-Re-Konzern.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Preiskampf unter Rückversicherern dürfte den Gewinn der Munich Re in diesem Jahr deutlich drücken. Doch auch der Erstversicherer Ergo lastet auf dem Unternehmen.

MünchenDie Munich Re rechnet angesichts der niedrigen Zinsen und des Preiskampfs in der Branche für das laufende Jahr mit einem Gewinnrückgang. Der weltgrößte Rückversicherer plant für 2016 mit einem Nettogewinn von 2,3 bis 2,8 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch zur Bilanzpressekonferenz in München ankündigte.

Im vergangenen Jahr hatte die Munich Re 3,1 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit ihre Prognosen übererfüllt, weil sie für Naturkatastrophen deutlich weniger ausgeben musste als geplant. Die Kosten für das angekündigte Umbauprogramm beim Erstversicherer Ergo sind in der Prognose allerdings noch nicht enthalten.

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Zugleich kündigte die Munich Re ein weiteres Programm zum Rückkauf eigener Aktien an. Bis zur Hauptversammlung im April 2017 will sie erneut Papiere für eine Milliarde Euro aufkaufen und damit überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückgeben. Im laufenden, noch bis zur Hauptversammlung 2016 laufenden Programm hat sie bisher 5,2 Millionen Aktien für 890 Millionen Euro erworben. Seit 2006 summieren sich die Aktien-Rückkäufe damit auf 8,9 Milliarden Euro. Den Aktionären winkt wie bereits bekannt eine um 50 Cent auf 8,25 Euro erhöhte Dividende.

Von bomhard nannte das Gewinnziel „durchaus ambitioniert“. Denn im vergangenen Jahr hätten Naturkatastrophen-Schäden die Munich Re nur unterdurchschnittlich belastet. Weil die Tochter Ergo in die roten Zahlen sackte, sank der Gewinn des Konzerns 2015 dennoch um 1,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Von Bomhard wird seinen Posten im kommenden Jahr an seinen Vorstandskollegen Joachim Wenning abgeben (hier ein Porträt des designierten Nachfolgers).

Quelle:  Handelsblatt Online
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