Rückzug aus Lateinamerika: Deutsche Bank verkauft Tochter in Argentinien

Rückzug aus Lateinamerika: Deutsche Bank verkauft Tochter in Argentinien

, aktualisiert 29. August 2016, 13:18 Uhr
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Zusätzlich zu Argentinien und Mexiko will die Deutsche Bank auch ihre Geschäfte in Chile, Peru und Uruguay aufgeben.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Rückzug der Deutschen Bank aus Lateinamerika schreitet voran: Die größte Bank Deutschlands will ihre argentinische Tochter an Banco Comafi verkaufen. Nur eine Hürde muss noch genommen werden.

FrankfurtDie Deutsche Bank hat den Verkauf ihrer argentinischen Tochter an Banco Comafi aus Buenos Aires vereinbart. Damit dünnt die größte Bank Deutschlands ihre Präsenz in der Region weiter aus. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden soll die Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen werden. Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht veröffentlicht.

Der Verkauf sei Teil der Strategie, die globale Präsenz der Deutschen Bank zu verschlanken, hieß es in der Mitteilung. Kunden in Argentinien werden demnach weiterhin von globalen und regionalen Standorten aus betreut. Die argentinische Sparte beschäftigt etwa 86 Mitarbeiter, zeigt der Jahresbericht der Bank.

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„Durch den Verkauf unserer Tochtergesellschaft in Argentinien kommen wir mit unserer Strategie 2020 weiter voran“, sagte Karl von Rohr, Chief Administrative Officer der Deutschen Bank und im Vorstand für das Programm zur Straffung der globalen Präsenz verantwortlich. „Unser Ziel ist, uns einfacher aufzustellen und effizienter zu werden.“

Die Deutsche Bank zieht sich aus Ländern Lateinamerikas zurück, darunter Argentinien und Mexiko. In Brasilien verringerte sie die Anzahl ihrer Mitarbeiter um etwa die Hälfte, während der Handel an andere Standorte verlagert wird, wie Bloomberg Anfang des Jahres aus unterrichteten Kreisen erfuhr. Die Bank hatte Ende 2014 insgesamt 334 Mitarbeiter in Brasilien.

Im Oktober hatte die Bank mit Sitz in Frankfurt angekündigt, im Zuge eines Umbaus zur Steigerung der Ertragskraft bis 2018 weltweit etwa 26.000 Stellen zu streichen. Zusätzlich zu Argentinien und Mexiko will die Deutsche Bank auch ihre Geschäfte in Chile, Peru und Uruguay aufgeben. In diesen fünf Ländern waren den Finanzberichten der Bank von 2014 zufolge insgesamt 269 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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