Russische Privatbank: Rettung von Otkritie könnte 5,9 Milliarden Euro kosten

Russische Privatbank: Rettung von Otkritie könnte 5,9 Milliarden Euro kosten

, aktualisiert 02. September 2017, 09:19 Uhr
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Die russische Privatbank ist in Not.

Quelle:Handelsblatt Online

Teure Übernahmen, Marktgerüchte und ein Kundenansturm auf die Einlagen machen Otkritie zu schaffen. Nun will Russlands Zentralbank die Bank übernehmen. Es könnte die teuerste Rettung in der Geschichte des Landes werden.

MoskauDie Rettung der russischen Bank Otkritie könnte nach Einschätzung der Zentralbank die teuerste in der Geschichte des Landes werden. Der Kapitalbedarf dürfte umgerechnet zwischen 3,6 und 5,9 Milliarden Euro liegen, sagte Vizepräsident Wassili Posdyschew in einem am Freitag veröffentlichten Reuters-Interview. Die bisher größte Rettungsaktion gab es im Jahr 2011 für die Bank of Moscow mit einem Volumen von 395 Milliarden Rubel (heute 5,8 Milliarden Euro). Das Institut wurde schließlich von der zweitgrößten Bank, der staatlichen VTB übernommen.

Die Zentralbank hatte in dieser Woche bekanntgegeben, die größte Privatbank Russlands zu übernehmen. Ursache für die Geldprobleme seien teure Übernahmen, Marktgerüchte und ein Kundenansturm auf die Einlagen gewesen, sagte der Notenbanker nun. Es gebe kein Risiko, dass die Schwierigkeiten auf andere Institute übergreifen könnten.

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Die Zentralbank will mindestens 75 Prozent von Otkritie übernehmen. Langfristig habe der Staat allerdings an dem Unternehmen kein Interesse, erklärte Posdyschew. Bevor das Institut verkauft werden könne, würden aber noch zwei oder drei Jahre vergehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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