Saudi Aramco : Deutsche Bank könnte Börsengang begleiten

Saudi Aramco : Deutsche Bank könnte Börsengang begleiten

, aktualisiert 10. Januar 2016, 13:07 Uhr
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Ein Öl-Lager in der Nähe der saudischen Hauptstadt Riad.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Deutsche Bank hat Chancen auf das Mandat für den möglicherweise größten Börsengang aller Zeiten. Der Ölgiganten Saudi Aramco soll mindestens eine Billion Dollar Wert sein. Für das Mandat gibt es wenige Favoriten.

Berlin/DüsseldorfBei einem Börsengang des saudischen Ölgiganten Saudi Aramco könnte einem Medienbericht zufolge auch die Deutsche Bank zum Zuge kommen. Bei dem Vorhaben würden jene internationale Institute für eine Begleitung im Vorteil sein, die schon in der Vergangenheit mit Saudi Aramco kooperiert hätten, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das seien etwa die US-Bank JPMorgan, die britische HSBC und die Deutsche Bank. Aramco werde zudem auf heimische Geldhäuser setzen. Allerdings habe der Konzern noch keine Mandate vergeben und auch noch keine Anfragen verschickt. Das Staatsunternehmen steuert auf den möglicherweise größten Börsengang aller Zeiten zu. Analysten schätzen, dass die Bewertung des Unternehmens bei einer Billion Dollar oder mehr liegen könnte.

Saudi Aramco gilt als eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, aber auch als sehr verschwiegen. Unternehmenszahlen werden nicht veröffentlicht. Der Konzern kontrolliert rund 15 Prozent der globalen Öllagerstätten. Die bekannten Reserven von 261 Milliarden Barrel (159 Liter) sind über zehn Mal so hoch wie diejenigen des US-Konkurrenten Exxon-Mobil, des größten privaten Ölkonzerns der Welt mit einem Börsenwert von 322 Milliarden Dollar. Zudem gilt saudisches Öl als besonders lukrativ, weil die Förderkosten sehr gering sind.

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Aktuell hat der Aramco - wie seine Konkurrenten - mit dem extrem niedrigen Ölpreis zu kämpfen. An diesem Donnerstag fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zeitweise unter 33 Dollar, so tief wie seit mehr als 11 Jahren nicht. Unternehmen wie Shell stoppen Großprojekte und müssen Milliardenverluste verkünden. Keiner könne wissen, wie lange der Preisverfall noch anhalte, klagte Rex Tillerson, Vorstandschef von Exxon-Mobil Ende des vergangenen Jahres. Experten rechnen mit weiteren Fusionen in der Branche, weil Firmen ihre Kräfte bündeln wollen.

Quellle:  Handelsblatt Online
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