„Schattenkredite“: Chinas Banken umgehen zunehmend Regularien

„Schattenkredite“: Chinas Banken umgehen zunehmend Regularien

, aktualisiert 05. September 2016, 16:03 Uhr
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Bei den umstrittenen Produkten handelt es sich oft um Forderungen rund um Treuhand-Konstruktionen und in der Vermögensverwaltung.

Quelle:Handelsblatt Online

Sogenannte Schattenkredite werden immer beliebter. Vor allem in China umgehen die Geldhäuser immer öfter die offizielle Kreditvergabe. Die Bankenaufsicht sieht das kritisch– und fürchtet um die Finanzstabilität.

PekingBanken in China umgehen zunehmend die offizielle Kreditvergabe. Sie reichen stattdessen häufig weniger streng regulierte Darlehen an ihre Kunden aus, wie am Montag aus Bank-Daten zum ersten Halbjahr hervorgeht, die Reuters auswertete. Sogenannte Schattenkredite werden immer beliebter, da die Geldhäuser höhere Renditen einstreichen können und diese Darlehen mit weniger Eigenkapital unterlegen müssen als traditionelle Kredite. Aus Sorge um die Finanzstabilität versucht die Bankenaufsicht CBRC gegen diese Geschäfte vorzugehen. Eine Stellungnahme der CBRC zu den Informationen war zunächst nicht zu bekommen.

Ende 2015 hatten diese Produkte nach Angaben der Großbank UBS ein Volumen von umgerechnet rund 1,7 Billionen Euro und damit etwa ein Fünftel der gesamten Wirtschaftskraft. Auf das größte Portfolio kommt der Reuters-Analyse zufolge die Shanghai Pudong Development Bank. Sie erhöhte ihren Bestand im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf etwa 170 Milliarden Euro. Bei den umstrittenen Produkten handelt es sich oft um Forderungen rund um Treuhand-Konstruktionen und in der Vermögensverwaltung.

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„Ich bin wirklich ein bisschen überrascht, dass einige kleinere Banken diese Positionen weiter hochfahren“, sagte Bankanalyst Wei Hou vom Finanzdienstleister AB Bernstein. Auf Druck der Aufsicht müsse der Trend eigentlich in die andere Richtung gehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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