Scheinkonten-Skandal: Wells Fargo streicht Millionen-Boni

Scheinkonten-Skandal: Wells Fargo streicht Millionen-Boni

, aktualisiert 10. April 2017, 16:20 Uhr
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Die Großbank zieht nach der Scheinkonto-Affäre Konsequenzen.

Quelle:Handelsblatt Online

Wells Fargo greift nach der Scheinkonto-Affäre im eigenen Haus hart durch – und kürzt die Bonuszahlungen. Besonders Ex-Chef Stumpf geht leer aus. Doch er ist nicht der Einzige, der auf viel Geld verzichten muss.

San FransicoDie US-Großbank Wells Fargo hat zwei ehemaligen Managern in der Affäre um fingierte Konten weitere Bonuszahlungen in Höhe von 75 Millionen Dollar gestrichen. Ex-Vorstandschef John Stumpf seien zusätzliche 28 Millionen Dollar an Aktienoptionen aberkannt worden, teilte das Geldhaus am Montag mit.

Dem ehemaligen Bankchef, der im Oktober seinen Hut nehmen musste, waren zuvor bereits Sondervergütungen über 41 Millionen Dollar abgezogen worden. Die bis zum Skandal für das Privatkundengeschäft zuständige Carrie Tolstedt soll weitere 47 Millionen Dollar an Boni verlieren, nachdem ihr bereits 19 Millionen gestrichen worden waren.

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Wells Fargo hatte im September eingeräumt, dass Angestellte mehr als zwei Millionen Spar- und Kreditkarten-Konten ohne Erlaubnis der Kunden eingerichtet hatten. Tausende Mitarbeiter wurden deshalb gefeuert. US-Behörden brummten der Bank bereits Bußgelder von mehr als 185 Millionen Dollar auf, weitere Strafen könnten folgen.

Nun veröffentlichte Wells Fargo einen Bericht zur Untersuchung der Affäre. Der 113 Seiten lange Report kommt zu dem Schluss, dass die Führungsriege der Bank Hinweise auf dubiose Verkaufspraktiken über Jahre vernachlässigte. Verantwortliche Manager wie Stumpf und Tolstedt seien nicht ausreichend gegen die Probleme vorgegangen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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