Schwedische Großbank: SEB streicht hunderte Stellen in Deutschland

Schwedische Großbank: SEB streicht hunderte Stellen in Deutschland

, aktualisiert 19. März 2017, 14:53 Uhr
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Die schwedische Bank will weiter in Deutschland aktiv sein.

Quelle:Handelsblatt Online

Die schwedische Bank SEB hat seit Anfang 2016 bereits 200 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. In den nächsten Jahren sollen hunderte weitere folgen. Ein kompletter Rückzug aus Deutschland ist aber nicht geplant.

FrankfurtDie schwedische Großbank SEB steht in Deutschland vor einem massiven Stellenabbau. Das Geschäft soll stark eingedampft werden, wie Deutschland-Chef Johan Andersson der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe) sagte. Von 700 Arbeitsplätzen seien deshalb 200 seit Anfang 2016 bereits abgebaut worden, in fünf Jahren seien es vielleicht nur mehr 300. Das Geschäft soll künftig nicht mehr über die Tochtergesellschaft SEB AG abgewickelt werden, sondern über eine Niederlassung, die von der günstigeren Refinanzierung der schwedischen Mutter profitieren könne. Kern des Deutschland-Geschäfts seien künftig die Unternehmensfinanzierung und das Infrastruktur-Geschäft mit der öffentlichen Hand, sagte Andersson der Zeitung.

Stark gekürzt habe SEB dagegen im Kapitalmarktgeschäft. Das Einlagengeschäft mit der öffentlichen Hand und mit Pfandbriefen soll aufgegeben werden. „Wir haben die kritische Masse nicht erreichen können“, sagte Andersson. „Es muss eine Konsolidierung geben.“ Bei einfachen langfristigen Immobilienfinanzierungen könne die SEB ihre Stärken nicht ausspielen. Die Filialen in Düsseldorf und Hamburg wurden geschlossen. Ein Rückzug aus dem Land komme aber nicht in Frage: „SEB kann ohne Deutschland nicht leben“, sagte der Deutschland-Chef.

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Die SEB war mit der Übernahme der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) im Jahr 2000 in großem Stil in Deutschland eingestiegen. Das Privatkundengeschäft wurde aber bereits 2011 an Santander verkauft. Die Fonds-Sparte SEB Asset Management, die mehrere Immobilien-Fonds hatte zeitweise schließen müssen, ging 2015 an den Immobilien-Dienstleister Savills.

Quelle:  Handelsblatt Online
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