Schweizer Bankhaus: Credit Suisse überrascht mit schwarzen Zahlen

Schweizer Bankhaus: Credit Suisse überrascht mit schwarzen Zahlen

, aktualisiert 28. Juli 2016, 09:45 Uhr
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Das Handelsgeschäft lief im zweiten Quartal 2016 besser als erwartet.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Vorstandsvorsitzende der Credit Suisse, Tidjane Thiam, hatte zuletzt viel Kritik einstecken müssen. Jetzt überrascht er Aktionäre und Analysten: Im zweiten Quartal schafft die Bank die Rückkehr in die Gewinnzone.

Bei der Credit Suisse beginnt der Konzernumbau zu greifen. Die zweitgrößte Schweizer Bank fuhr im zweiten Quartal einen Gewinn von 170 Millionen Franken ein – zur Überraschung der Analysten. Vor allem im Handelsgeschäft arbeitete Credit Suisse deutlich besser als erwartet. Auch die anderen vier operativen Divisionen erwirtschafteten einen Gewinn. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von knapp 200 Millionen Franken vorhergesagt. Vor einem Jahr stand noch ein Überschuss von 1,05 Milliarden Franken zu Buche.

Für die zweite Jahreshälfte äußerte sich Konzernchef Tidjane Thiam vorsichtig. „Geopolitische Spannungen und makroökonomische Bedenken haben sich vor einigen Wochen durch das Ergebnis des Referendums in Großbritannien noch verstärkt“, erklärte Thiam, der sein Amt vor gut einem Jahr angetreten hatte. Trotzdem peile Credit Suisse in der zweiten Jahreshälfte weiterhin profitables Wachstum an. Die Bank sei auf gutem Weg, das für Ende 2016 angestrebte Sparziel zu erreichen oder zu übertreffen, hieß es.

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Nach zwei Quartalen mit Verlusten kehrte Credit Suisse in den Frühlingsmonaten in die Gewinnzone zurück. Im Handel mit Aktien und Anleihen fuhr das Institut einen Vorsteuergewinn von 154 Millionen Franken ein. Auch die US-Investmentbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan oder Citibank hatten stark abgeschnitten. Bei der Deutschen Bank lahmt das wichtige Geschäft dagegen. Immerhin hielten sich die Frankfurter in dem Bereich knapp in den schwarzen Zahlen.

In der Vermögensverwaltung, die Thiam zum Kerngeschäft erklärt hat, hielt der Schwung des ersten Quartals an. Bei reichen Privatkunden und Profi-Anlegern sammelte das Institut im abgelaufenen Quartal insgesamt 11,3 Milliarden Franken ein. Trotzdem ist die Bank in dem Bereich nicht einmal halb so groß wie der Erzrivale UBS, der seinen Zwischenbericht am Freitag vorlegt.

Credit Suisse konnte ihre Wetterfestigkeit im zweiten Quartal weiter verbessern. Die harte Kapitalquote stieg auf 11,8 Prozent von 11,4 Prozent im Vorquartal.

Quelle:  Handelsblatt Online
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