Schweizer Großbank: UBS expandiert in Frankreich

Schweizer Großbank: UBS expandiert in Frankreich

, aktualisiert 22. Dezember 2016, 17:21 Uhr
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Vor dem Deal verwaltete UBS France rund elf Milliarden Euro.

Quelle:Handelsblatt Online

Die UBS baut ihr Geschäft aus und übernimmt die französische Tochter einer italienischen Bank. Wegen steigender Kosten und Gebührendrucks flüchten viele kleine französische Vermögensverwalter unter das Dach großer Banken.

Zürich/ParisTrotz des Steuerstreits mit Frankreich expandiert die UBS mit dem Kauf eines Vermögensverwalters im Nachbarland. Die Schweizer Großbank übernimmt die französische Tochter der italienischen Banca Leonardo, wie das Züricher Institut am Donnerstag mitteilte. Die UBS wolle zudem mit dem Vermögensverwalter La Maison de Gestion ein Gemeinschaftsunternehmen für vermögende Kunden schaffen und dort die Banque Leonardo France einbringen. Das neue Institut komme auf verwaltete Vermögen von rund vier Milliarden Franken. Der Kaufpreis für die Leonardo-Tochter wurde nicht genannt.

Die französischen Behörden werfen der UBS vor, reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Die Bank musste im Zuge dessen eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen.

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Bisher verwaltete UBS France rund elf Milliarden Euro. Angesichts von steigenden Kosten und Gebührendruck flüchten sich gegenwärtig immer mehr kleinere französische Vermögensverwalter in die Arme eines stärkeren Partners. Leonardo will sich mit dem Verkauf stärker auf den italienischen Heimmarkt konzentrieren.

Die UBS halte an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen die Mehrheit, die restlichen Anteile entfielen auf La Maison de Gestion und einige ihrer Aktionäre, darunter die Dassault Gruppe und der frühere Vorsitzende der Investmentbank Lazard, Michel David-Weill.

Quelle:  Handelsblatt Online
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