SEC: Vergleich nicht aussagekräftig: Geringere Strafen für US-Banken

SEC: Vergleich nicht aussagekräftig: Geringere Strafen für US-Banken

, aktualisiert 07. August 2017, 17:49 Uhr
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Die Logos von drei US-Investmentbanken JP Morgan, Citigroup und Morgan Stanley.

Quelle:Handelsblatt Online

Kaum hat die USA mit Donald Trump einen neuen Präsidenten, bekommt die dortige Finanzbranche laut einem Medienbericht deutlich geringere Geldstrafen aufgebrummt. Die Gründe für den Rückgang sind nicht ganz eindeutig.

New YorkSeit Donald Trumps Präsidentschaft sind Firmen und Personen der Finanzbranche in den USA laut einem Zeitungsbericht deutlich weniger Geldstrafen aufgebrummt worden. Verglichen mit dem Vorjahreswert seien die von den Aufsichtsbehörden SEC, CFTC und FINRA verhängten Bußgelder im ersten Halbjahr 2017 um fast zwei Drittel auf 489 Millionen Dollar (415 Millionen Euro) gesunken. Das ist das Ergebnis einer Auswertung von Gerichtsdokumenten und öffentlichen Daten durch das „Wall Street Journal“ (Montag). Damit seien die Regulierer auf Kurs, die niedrigsten Geldstrafen seit mindestens 2010 zu verhängen.

Trump hatte die engen Bande zwischen der Wall Street und Washington im Wahlkampf harsch kritisiert, in der Regierung dann jedoch Schlüsselposten mit Investmentbankern und Milliardären besetzt, die der Finanzbranche als freundlich gesonnen gelten und die Regeln an den Finanzmärkten wieder lockern wollen. Das sei jedoch nur ein Grund für den starken Rückgang der Bußgelder, heißt es in dem Bericht. Verzögerungen durch die Amtsübergabe spielten ebenfalls eine Rolle, zudem seien viele Fälle aus der Finanzkrise inzwischen abgearbeitet.

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Ein Sprecher der Börsenaufsicht SEC sagte, sechs Monate seien ein zu kurzer Zeitraum für einen aussagekräftigen Vergleich. Einem Sprecher der Derivateaufsicht CFTC zufolge schwanken die Geldstrafen stark, am Kurs seiner Behörde habe sich nichts geändert. Doch es gibt auch andere Stimmen: „Wenn auf eine Administration, die stark auf Regulierung setzt, eine konservativere und unternehmensfreundlichere folgt, bedeutet das einen Agendawechsel“, zitiert das „Wall Street Journal“ etwa den ehemaligen SEC-Beamten Thomas Sporkin.

Quelle:  Handelsblatt Online
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