Shop Apotheke-Börsengang: Pharma-Versand legt Ausgabepreis fest

Shop Apotheke-Börsengang: Pharma-Versand legt Ausgabepreis fest

, aktualisiert 28. September 2016, 22:39 Uhr
Bild vergrößern

Mit Medikamenten an die Börse: Shop Apotheke legt einen Schwerpunkt auf nicht rezeptpflichtige Arznei- und Pflegemittel.

Quelle:Handelsblatt Online

Am 13. Oktober will der Doc Morris-Konkurrent Shop Apotheke an die Börse gehen. Dabei will der deutsch-niederländische Medikamentenversand rund 100 Millionen Euro einnehmen. Derzeit schreibt er Verluste.

FrankfurtDer deutsch-niederländische Arzneimittel-Versender Shop Apotheke will am 13. Oktober sein Börsendebüt feiern. Das Unternehmen mit Sitz in Venlo legte die Preisspanne für bis zu 3,57 Millionen neue Aktien am Mittwoch auf 28 bis 35 Euro fest. Damit wird es bei dem Börsengang mit bis zu 294 Millionen Euro bewertet.

Die Shop Apotheke will mit der Emission an der Frankfurter Börse 100 Millionen Euro erlösen, mit denen sie weitere Märkte vor allem in Südeuropa erschließen und die Logistik automatisieren will. "Um das zügig tun zu können, gehen wir an die Börse", sagte Finanzvorstand Ulrich Wandel der Nachrichtenagentur Reuters. Die Altaktionäre - der Vorstand und befreundete Investoren - wollen nur bei größere Nachfrage weitere 535.700 Aktien verkaufen.

Anzeige

Der Börsengang hat damit ein Volumen von bis zu 115 Millionen Euro. Die Aktien können von Donnerstag (29. September) an bis zum 11. Oktober gezeichnet werden. 40 bis 45 Prozent an der Shop Apotheke wären danach im Streubesitz. Vorstandschef Michael Köhler, der bisher 29,7 Prozent hält, käme noch auf 15,8 Prozent. Organisiert wird die Emission von der Berenberg Bank und Citi.

Das Unternehmen konzentriert sich auf nicht rezeptpflichtige Arzneimittel und Pflegeprodukte, die über Apotheken verkauft werden müssen. "Unsere Zielgruppe ist die Familie", erklärte Wandel. Der Versand von Medikamenten auf Rezept ist Sache der Schwesterfirma Europa Apotheek Venlo, die im Wesentlichen den gleichen Eigentümern gehört und von der die Shop Apotheke 2015 abgespalten worden war.

Der heutige Marketingchef Stephan Weber aus der Kölner Fortuna-Apotheke hatte die Firma 2001 gegründet und war 2004 in den Versandhandel mit Medikamenten eingestiegen. 2010 wurde die Shop Apotheke an die Europa Apotheek verkauft, zwei Jahre später kauften die Manager beide Unternehmen vom US-Konzern Medco (heute Express Scripts ) zurück.

Die Shop Apotheke expandierte nach Österreich, Frankreich und Belgien, mit der jüngsten Übernahme der belgischen Farmaline soll der Sprung nach Italien und Spanien gelingen. Die Firma hat nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Kunden.

Im ersten Halbjahr lag der Umsatz bei 82 Millionen Euro. Allerdings schreibt sie unter anderem wegen teurer Fernsehwerbung Verluste: im ersten Halbjahr waren es 6,2 Millionen Euro, 2015 insgesamt 10,5 Millionen.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%