Skandal um malaysischen Staatsfonds: Strafe gegen Schweizer Falcon Bank

Skandal um malaysischen Staatsfonds: Strafe gegen Schweizer Falcon Bank

, aktualisiert 11. Oktober 2016, 07:28 Uhr
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Sanktionen wegen Verstößen gegen Geldwäsche-Bestimmungen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Geldwäsche-Ermittlungen gegen den malaysischen Staatsfonds 1MDB beschäftigen seit Monaten die Justizbehörden mehrerer Länder. Jetzt ist eine weitere Schweizer Privatbank ins Visier der Aufseher geraten.

ZürichIm Untreueskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB haben die Behörden in Singapur abermals die Schließung einer Schweizer Privatbank-Niederlassung angeordnet. Wegen schwerer Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Bestimmungen werde die Falcon Bank aufgefordert, ihren Betrieb in dem Stadtstaat einzustellen, erklärte die Finanzaufsicht MAS am Dienstag. Sie teilte zudem mit, dass der Chef der Falcon-Niederlassung in Singapur, Jens Sturzenegger, vor wenigen Tagen festgenommen wurde.

Auch die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma verkündete am Dienstag Sanktionen gegen Falcon wegen des 1MDB-Skandals. 2,5 Millionen Franken an unrechtmäßig erzielten Gewinnen werden demnach eingezogen. und verbietet dem Institut neue Geschäftsbeziehungen mit politisch exponierten Personen aus dem Ausland für drei Jahre. Der Bank drohe im Wiederholungsfall der Entzug der Bewilligung. Falcon habe schwer gegen die Geldwäschebestimmungen verstoßen.

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Die 1965 gegründete Züricher Bank wurde 2009 von der International Petroleum Investment Company (IPIC) übernommen, dem Staatsfonds von Abu Dhabi.

In Singapur verhängten die Behörden zudem Geldstrafen gegen die Schweizer Großbank UBS und Südostasiens größtes Kreditinstitut DBS. Bereits im Mai hatte Singapur der Schweizer Bank BSI die Lizenz entzogen. Am Montag wurden zwei frühere BSI-Banker im Zusammenhang mit dem 1MDB-Skandal angeklagt.

Untersuchungen wegen des Vorwurfs der Geldwäsche laufen gegen 1MDB in mindestens sechs Ländern. Bei dem Fonds waren Milliardenbeträge verschwunden oder auf ausländische Bankkonten mit unbekannten Eigentümern abgeflossen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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