Skandalbank: Heta-Gläubiger unterstützen Rückkauf-Offerte

Skandalbank: Heta-Gläubiger unterstützen Rückkauf-Offerte

, aktualisiert 04. September 2016, 12:31 Uhr
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Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling (rechts) und Friedrich Munsberg, Sprecher einer Gruppe von Heta-Investoren, im Mai 2016.

Quelle:Handelsblatt Online

Eine Gruppe von Gläubigern der österreichischen Skandalbank Heta will dem Bundesland Kärnten jetzt entgegenkommen. Österreichs Finanzminister beschreibt einen optimistischen Zeitplan.

WienIm milliardenschweren Streit über die österreichische Skandalbank Heta zeigen maßgebliche Gläubiger Entgegenkommen. Eine Gruppe, die zahlreiche Heta-Investoren vertritt, unterstützt die vom Bundesland Kärnten angekündigte nachgebesserte Offerte zum Rückkauf von Heta-Anleihen. „Im Sinne einer gemeinsamen Lösung und zur Abwendung von jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen stimmen wir dem Angebot nun zu“, erklärte am Samstag der Sprecher der Gruppe, Friedrich Munsberg, der auch Chef der Dexia Kommunalbank Deutschland ist.

Kärnten will das Angebot am Dienstag vorlegen. Die Annahmefrist läuft am 7. Oktober ab. Das Bundesland hatte angekündigt, den Heta-Gläubigern - darunter viele deutsche Banken und Versicherer - eine Rückzahlung von rund 90 Prozent ihrer Forderungen anzubieten. Ein erstes Angebot, das eine Rückzahlung von 82 Prozent vorsah, hatten die Anleihegläubiger im März zurückgewiesen.

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Bei der Heta handelt es sich um eine der größten Banken-Abwicklungen in Europa. Kärnten hat Garantien für Anleihen der ehemaligen Hypo Alpe Adria von rund elf Milliarden Euro übernommen, ist nach eigenen Angaben aber nicht in der Lage, die Schulden vollständig zu begleichen.

Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling sagte dem Hörfunksender ORF, der Streit mit den Gläubigern dürfte im Herbst zum größten Teil beigelegt sein. Er schloss allerdings nicht aus, dass einige Investoren die Offerte nicht akzeptieren und stattdessen vor Gericht ziehen werden. Für Kärnten seien die damit verbundenen Risiken aber bewältigbar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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