Skandalbank Hypo Alpe Adria: Österreich reagiert in letzter Minute

Skandalbank Hypo Alpe Adria: Österreich reagiert in letzter Minute

, aktualisiert 18. März 2016, 11:48 Uhr
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FMS Wertmanagement, die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), klagt gegen die Abwicklungsgesellschaft der österreichischen Hypo Alpe Adria auf Rückzahlung einer Anleihe über 200 Millionen Euro.

Quelle:Handelsblatt Online

Kurz vor zwölf: Bevor am Mittag das Landgericht Frankfurt ein Urteil im Streit um die Rückzahlung von Anleihen der österreichischen Skandalbank Hypo Alpe Adria verkündet, versucht Österreich die Notbremse zu ziehen.

Wien/FrankfurtÖsterreich versucht ein Urteil gegen die Abwicklungsgesellschaft Heta in Deutschland in letzter Minute zu verhindern. Ein Sprecher der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) sagte am Freitag, die Behörde habe das Gericht gebeten, das von der „Bad Bank“ der Hypo Real Estate (HRE), FMS Wertmanagement, angestrengte Verfahren auszusetzen. Eine Sprecherin des Gerichts bestätigte den Eingang der Bitte.

Die FMS hatte die Abwicklungsgesellschaft der österreichischen Hypo Alpe Adria (HGAA) auf die Rückzahlung einer seit mehr als einem Jahr fälligen Anleihe über 200 Millionen Euro zuzüglich Zinsen verklagt. Das Landgericht will am Freitagmittag ein Urteil verkünden.

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Es ist die erste von elf Klagen über zusammen 2,2 Milliarden Euro, die deutsche Gläubiger gegen die Heta angestrengt haben. Österreich fürchtet, dass sie auf einer sofortigen Vollstreckung bestehen, was die geordnete Abwicklung massiv stören würde. Der FMA-Sprecher sagte, es gehe darum, größeren Schaden durch eine ungewollte Insolvenz bei der Heta abzuwenden. Die FMA habe angeregt, das Verfahren an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu überweisen.

Mit einem Vollstreckungstitel könnten die Gläubiger im Milliarden-Poker mit dem Bundesland Kärnten Druck auf Österreich ausüben, das ein bis Ende Mai laufendes Zahlungsmoratorium verhängt hatte. Die Gläubiger hatten ein Rückkaufangebot für die Anleihen in dieser Woche mehrheitlich abgelehnt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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