SNB-Direktorin Andrea Maechler: „Haben die Grenzen der Geldpolitik noch nicht erreicht“

SNB-Direktorin Andrea Maechler: „Haben die Grenzen der Geldpolitik noch nicht erreicht“

, aktualisiert 06. März 2016, 22:48 Uhr
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Die Währung sei zwar immer noch überbewertet, doch habe sie sich seit dem Sommer abgeschwächt, sagt die SNB-Chefin.

Quelle:Handelsblatt Online

Während der Zentralbanken-Dachverband vor einer Überbelastung der Geldpolitik warnt, betont Andrea Maechler, dass die Währungshüter noch mehr Pfeiler im Köcher haben. Die SNB-Chefin spricht aber auch von Grenzen.

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) und andere Notenbanken haben nach Einschätzung von SNB-Direktorin Andrea Maechler noch nicht alle verfügbaren Mittel zur Ankurbelung der Wirtschaft ausgeschöpft. Die Erwartungen an die Zentralbanken seien hoch, aber die Geldpolitik könne nicht alles leisten, sagte sie in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung „Le Temps“. So könne sie Strukturreformen nicht ersetzen. „Wir haben die Grenzen der Geldpolitik nicht erreicht“ Das bedeute aber nicht, dass es keine Grenzen gebe.

Ein großes Problem insbesondere für die Exportfirmen und den Tourismus in der Schweiz ist der starke Franken. Die Währung sei zwar immer noch überbewertet, doch habe sie sich seit dem Sommer abgeschwächt, sagte Maechler. „Wir bewegen uns in die richtige Richtung.“ Bei der Schwächung des Frankens hätten die von der SNB eingeführten Negativzinsen eine Rolle gespielt. Der zweite Pfeiler der SNB-Strategie seien Devisenmarkt-Interventionen. „Der Franken ist heute weniger eine Flucht-Währung als in der Vergangenheit“, erklärte die SNB-Direktorin.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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