SPD-Ministerinnen: Mehr Lohn für soziale Berufe

SPD-Ministerinnen: Mehr Lohn für soziale Berufe

, aktualisiert 31. August 2017, 15:19 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Kurz vor den Wahlen wollen die SPD-Ministerinnen für die Sozial- und Gesundheitsberufen aufwerten. Ihr Programm soll bessere Löhne, Entwicklungsperspektiven und eine Fachkräftebasis in diesen Berufen sichern.

BerlinSPD-geführte Bundesministerien machen sich für eine Aufwertung von Sozial- und Gesundheitsberufen stark. Ein Aktionsprogramm, das Familienministerin Katarina Barley, Arbeitsministerin Andrea Nahles und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag in Mainz vorstellten, setzt unter anderem auf bessere Löhne, eine kostenfreie und vergütete Ausbildung, Entwicklungsperspektiven und mehr Arbeitszufriedenheit. Zudem soll die Fachkräftebasis in diesen Berufen gesichert werden, etwa durch Umschulungen und Nachqualifizierungsmöglichkeiten.

Die drei SPD-Politikerinnen erklärten, der Kostenwettbewerb in der Gesundheits- und Sozialbranche führe seit Jahren zu sinkenden Löhnen. Gleichzeitig seien die Arbeitsverhältnisse vielfach körperlich und emotional belastend und durch Schichtsysteme oder ungewollte Teilzeitbeschäftigung geprägt. Bund und Länder aber auch die Arbeitgeber seien hier gemeinsam in der Verantwortung, das zu verbessern.

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„Die 5,5 Millionen Beschäftigten in den Sozial- und Gesundheitsberufen haben ehrliche gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung verdient“, sagte Barley. Alle Auszubildenden in diesem Bereich sollten wie in anderen Berufen auch eine Vergütung erhalten. Dies sei meist nicht der Fall, im Gegenteil müsse meist noch Schulgeld bezahlt werden, heißt es in dem Papier. Laut Barley geht es aber auch darum, die Attraktivität der Berufe zu erhöhen, etwa durch bessere Arbeitsbedingungen, höhere Personalschlüssel und Entwicklungsmöglichkeiten.

Nahles nannte einen anständigen Lohn als zentrales Anliegen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die begonnenen Gespräche mit Sozialpartnern und Wohlfahrtsverbänden. Der Schlüssel liege in der Tarifpartnerschaft, denn es sei die Aufgabe der Tarifpartner, die Löhne auszuhandeln. „Ein bundesweit geltender Tarifvertrag Soziales wäre der beste Weg, um deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten in dieser Branche zu erreichen“, fügte die Ministerin hinzu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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