Staatsanleihen: Sorgen um Schulden belasten Griechen-Bonds

Staatsanleihen: Sorgen um Schulden belasten Griechen-Bonds

, aktualisiert 04. April 2016, 17:02 Uhr
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Die Renditen der Griechenland-Bonds steigen. Dass die Renditen der kürzer laufenden Anleihen dabei deutlich höher sind als die der langfristigen, ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass sich Investoren zunehmend Sorgen über den Ausfall der Papiere machen.

Quelle:Handelsblatt Online

Geldgeber überprüfen die griechischen Reformvorhaben. Sorgen um einen Schuldenschnitt für das Land setzen dabei die Kurse der Staatsanleihen unter Druck. Die Rendite zweijähriger Bonds stieg auf ein Vierwochenhoch.

LondonWieder aufkeimende Sorgen über einen Schuldenschnitt für Griechenland haben am Montag die Kurse der Staatsanleihen des Landes unter Druck gesetzt. Im Gegenzug stieg die Rendite der zweijährigen Bonds um zwei Prozentpunkte auf ein Vierwochenhoch von 11,15 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen Papiere kletterte etwas weniger stark auf 9,02 von 8,74 Prozent. Dass die Renditen der kürzer laufenden Anleihen deutlich höher sind als die der langfristigen, ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass sich Investoren zunehmend Sorgen über den Ausfall der Papiere machen.

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Die Geldgeber um den Internationalen Währungsfonds (IWF) überprüfen derzeit die griechischen Reformvorhaben, die Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Mittel aus dem 86 Milliarden Euro schweren Rettungspaket sind. Die Verhandlungen werden wegen durchgesickerter Details der IWF-Taktik aber nun erschwert.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks zitierte am Wochenende aus einem Protokoll einer Telefonkonferenz, bei der am 19. März drei hochrangige IWF-Vertreter Taktiken diskutiert haben sollen, wie auf Griechenland, Deutschland und die Europäische Union (EU) Druck ausgeübt werden könne, um eine Einigung im April zu erzielen.

Die Bundesregierung betonte, es bleibe nach wie vor das Ziel, Griechenland die Rückkehr an den Kapitalmarkt zu ermöglichen. Ein Schuldenschnitt stehe im Augenblick nicht zur Debatte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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