Stärkung der Binnennachfrage: Chinas Importe ziehen kräftig an

Stärkung der Binnennachfrage: Chinas Importe ziehen kräftig an

, aktualisiert 08. September 2017, 12:32 Uhr
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Die Handelszahlen gelten als gutes Omen für die Wachstumsperspektiven im zweiten Halbjahr.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Gegensatz zu den Exporten steigen Chinas Importe kräftig. Um 13,3 Prozent schnellten die Einfuhren in das Reich der Mitte im August in die Höhe. Das hat die Erwartungen der Experten stark übertroffen.

PekingChina steigert seine Importe kräftig und nimmt Kurs auf ein stärker von der Binnenkonjunktur getriebenes Wachstum. Die Einfuhren in das Reich der Mitte schnellten im August um 13,3 Prozent in die Höhe und legten damit weit stärker zu als von Experten erwartet. Diese hatten nur ein Plus von zehn Prozent auf dem Zettel. Experten sind auch deshalb von den starken Importzahlen überrascht, weil die Zentralbank der Volksrepublik die Konjunktur mit ihrer Geldpolitik nicht mehr so stark antreibt wie früher. Die Ausfuhren aus dem Land des Exportweltmeisters legten im vorigen Monat nur um 5,5 Prozent zu, wie die Zollbehörde am Freitag weiter mitteilte. Das ist weniger als im Vormonat mit 7,2 Prozent und auch weniger als von Ökonomen mit 6,0 Prozent vorhergesagt.

Dennoch gelten die Handelszahlen als gutes Omen für die Wachstumsperspektiven im zweiten Halbjahr: Die kräftig steigenden Einfuhren werden nach Ansicht von Experten neben den Investitionen des Staats in die Verkehrswege des riesigen Landes und einer lockeren Kreditvergabe der Banken dafür sorgen, dass China sein Wachstumsziel dieses Jahr erreichen oder gar übertreffen wird.

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Die Regierung peilt für 2017 ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 6,5 Prozent an. Damit wäre der Zuwachs zwar niedriger als 2016, doch hat sich Peking längst vom Turbowachstum früherer Jahre verabschiedet. Nach dem Boom mit teils zweistelligen Wachstumsraten richtet die Regierung das exportlastige Wirtschaftsmodell stärker auf den Binnenmarkt mit seiner Milliardenbevölkerung aus. So will sie über ein Ankurbeln des privaten Konsums für ein nachhaltiges Wachstum sorgen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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