Arcitec von Philips: Hightech für Trockenrasierer

Arcitec von Philips: Hightech für Trockenrasierer

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Der Arcitec Elektrorasierer von Philips verspricht die gründlichste und hautschonendste Rasur der Welt

Der neue Arcitec von Philips ist angeblich der gründlichste, schnellste und hautschonendste Elektrorasierer der Welt. Franz Rother prüfte die Werbebotschaft bei einem aufwendigen Test auf ihren Wahrheitsgehalt.

Für echte Männer – und solche, die es sein wollen – ist es eigentlich keine Frage: „Mann“ rasiert sich nass. Warum? Weil es sich einfach so gehört, weil man es so von seinem Vater gelernt hat oder weil man schließlich auch nicht trocken duscht – alles Antworten von Managern auf die Frage „Nass oder trocken“ in einschlägigen Umfragen. Nur wenige Helden outen sich in solchen Fragerunden als Trockenrasierer – dann könnte man ja gleich zugeben, dass man vorzugsweise warm duscht oder lieber Buttermilch als Whiskey trinkt.

Ich will es hier trotzdem wagen: Ja, ich rasiere mich trocken. Seit Jahren schon und ohne schlechtes Gewissen. Warum auch nicht? Schließlich reite ich auch nicht mehr wie meine Vorfahren mit dem Pferd zur Arbeit oder mähe den Rasen in unserem Garten mit einer Sense. Und während meines Studiums habe ich auch nie ernsthaft erwogen, einer schlagenden Verbindung beizutreten. Was vielleicht daran lag, dass ich aussah, als käme ich frisch vom Paukboden, wenn ich mich nach einer Nassrasur an den Frühstückstisch setzte. Ich bin darüber zum bekennenden Trockenrasierer geworden. Die Unfallgefahr ist deutlich geringer, der Komfort größer. Und wer hindert mich, nach der Rasur die vielbeschworene Frische für den Tag durch eine kalte (!) Gesichtsdusche zu holen?

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Auf diese Weise habe ich in den zurückliegenden Jahren zudem die Fortschritte in der Trockenrasierer-Technologie auf der eigenen Haut erleben dürfen. Der neue Arcitec von Philips hat mich insofern gleich elektrisiert. Zunächst einmal durch sein schlankes, an einen Joystick erinnerndes, futuristisches Styling. Noch mehr aber durch die Werbeversprechen des Herstellers: Der etwa 250 Euro teure RQ 1095 ist, behaupten die Holländer, der derzeit beste Elektrorasierer der Welt, unvergleichlich gründlich und schnell und dabei hautschonend wie kein anderer Rota-Rasierer. Der Fachmann versteht darunter ein Modell, bei dem zwei oder drei Scherköpfe hinter einem Schutzgitter mit hoher Geschwindigkeit rotieren und die Barthaare abschnippeln – nach dem gleichen Prinzip arbeiten auch neuzeitliche Rasenmäher. Bei dem Arcitec lassen sich zudem die federnd aufgehängten Scherköpfe unabhängig voneinander bewegen, damit die kleinen rotierenden Edelstahl-Messerchen auch die sprießenden Härchen am Hals gut erreichen.

Theorie und Praxis

So weit die Theorie. Und die Praxis? Um es vorwegzunehmen: Gründlicher, schneller, schonender und ausdauernder hat zuvor noch kein anderer Elektrorasierer meine Gesichtslandschaft von Bartstoppeln freigeräumt. Knapp acht Minuten dauerte die Prozedur in den ersten Testtagen, nach der Eingewöhnung von Haut und Haar auf das neue System sank die Behandlungszeit auf handgestoppte 4 Minuten 35 Sekunden. Und wie der Watte-Test ergab, war die Gesichtshaut anschließend so glatt wie ein Baby-Popo – kein Fussel blieb an irgendwelchen Stoppeln hängen. Schätzen lernte ich auch das angenehme Arbeitsgeräusch des Arcitec, das mir einerseits jederzeit eine gute Rückmeldung gab über den Rasurfortschritt, andererseits meine Ohren nicht volldröhnte. Einziges Manko: Im Unterschied zu dem normalerweise von mir benutzten Rasierer landen die abgeschnittenen Bartstoppeln nicht in einem Fangkorb, sondern rieseln auf den Körper oder das Hemd herab. Wer vor dem Abendessen noch einmal kurz mit dem Rasierer über Kinn und Wangen fährt, sieht hinterher aus, als litte er unter massiven Schuppenproblemen. Deshalb tut man gut daran, den Rasierer regelmäßig zu reinigen. Am besten mit dem zugehörigen Jet-Clean-System, das wie eine kleine Raumstation aussieht und auch so arbeitet – der angedockte Arcitec wird hier automatisch eingezogen und in einer fünfminütigen Prozedur lautstark durchgespült. Die Basis versorgt auch den Lithium-Ionen-Akku mit Strom. Eine knappe Stunde dauert der Ladevorgang. Anschließend stehen laut Anzeige auf dem Display wieder 75 Minuten Rasierzeit zur Verfügung.

Das sollte für einen 14-tägigen Urlaub reichen. Adapter für den Stromstecker können ebenso zu Hause bleiben wie Klappmesser und Pinsel für die Nassrasur.

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