Arzneimittel: Wie Patienten künftig Plagiate entlarven können

Arzneimittel: Wie Patienten künftig Plagiate entlarven können

von Susanne Kutter

Mit einem neuen Test können auch Patienten Plagiate enttarnen.

Verluste von geschätzt 35 Milliarden Euro

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Gefälschte Medikamente sind oft lebensgefährlich.

Weltweit ist etwa jedes zehnte Medikament gefälscht. Der Branche entstehen dadurch pro Jahr Verluste von geschätzt 35 Milliarden Euro, für Kranke sind viele Plagiate lebensgefährlich. Doch damit könnte bald Schluss sein: Seit wenigen Tagen nutzt der Kieler Arzneimittelhersteller Galenpharma ein neues Verfahren, mit dem sich nachverfolgen lässt, ob ein Präparat echt ist oder nicht. Die Technik mit dem Namen „It’s true“ wurde vom Hamburger Unternehmen Rocks Intertainment entwickelt und weltweit zum Patent angemeldet. Das Verfahren besteht aus einem Code aus 20 Ziffern, der in die Medikamentenpackung eingelegt wird.

"100 Trillionen Codes"

Der Code ist auf einem Zentralrechner gespeichert und kann von jedem Patienten, Arzt oder Apotheker überprüft werden. „Eine SMS oder E-Mail genügt“, sagt Erfinder Marcus Regensburger, dann wird die Nummer in der Packung mit der im Rechner hinterlegten abgeglichen. Den Code zu knacken sei unmöglich: „Die Kombinationsmöglichkeit aus 20 Ziffern ergibt 100 Trillionen Codes.“

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Kodiertes Testosteron

Die erste Feuertaufe steht dem Verfahren noch bevor. Galenpharma liefert seine ersten Chargen mit kodiertem Testosteron in diesen Tagen aus. „Das Männlichkeitshormon ist besonders gefährdet, als Fälschung übers Internet verkauft zu werden“, sagt Marketing-Chef Jörg Mehnert.

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