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Ausflüge ins All: Milliardär Branson eröffnet Weltraumbahnhof

von dapd Quelle: Handelsblatt Online

Der britische Milliardär Richard Branson hat im US-Staat New Mexiko den Weltraumbahnhof von Virgin-Galactic eingeweiht. Schon bald soll das „Space Ship Two“ zahlende Touristen in die obere Atmosphäre bringen.

Der britische Milliardär Richard Branson mit einem Modell seines Raumschiffes. Quelle: handelsblatt.com
Der britische Milliardär Richard Branson mit einem Modell seines Raumschiffes. Quelle: handelsblatt.com

Der britische Milliardär Richard Branson hat am Montag im US-Staat New Mexiko den Weltraumbahnhof für sein Weltraumtourismus-Unternehmen Virgin-Galactic eingeweiht - mit einer Show, bei der er selbst im Mittelpunkt stand. Bei der Feier auf dem Gelände des "Spaceport America" zerschlug Branson eine Champagnerflasche an einem Hangar, während er sich in schwarzer Sportjacke und mit wehendem weißen Haar vom Dach des Gebäudes abseilte.

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Vor einem Jahr wurde die Start- und Landebahn eingeweiht, nun sind auch die Hangars und Gebäude für die Flugkontrolle und die Ausbildung der Passagiere für ihren Ausflug ins All fertig. Die Kosten von 209 Millionen Dollar (150 Millionen Euro) für den Weltraumbahnhof wurden mit Steuergeldern bezahlt.

Promiaufgebot in New Mexico

Zur Feier des Tages flog die "White Knight Two“ über die Köpfe der mehreren hundert Gäste hinweg. Darunter waren nach Angaben von Virgin 150 Menschen, die bereits einen Weltraumflug reserviert haben. Auch der frühere US-Astronaut Buzz Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betrat, beehrte die Feier. Die Gäste absolvierten einen Testflug an Bord des Raumschiffs "White Knight Two". Diese soll in nicht allzu ferner Zukunft das "Space Ship Two“ mit zahlenden Touristen an Bord in die obere Atmosphäre bringen, von wo aus das kleinere Raumschiff dann ins Weltall aufbricht.

 "Spaceport America" bietet zunächst Platz für zwei Raumschiffe vom Typ "WhiteKnightTwo" sowie fünf vom Typ "SpaceShipTwo". Hinzu kämen Trainings- und Vorbereitungsräume für Astronauten sowie die Kommandozentrale. Insgesamt verkaufte Virgin bereits 430 Tickets für Weltraumflüge zum Preis von je rund 145.000 Euro.

Bransons Virgin Galactic ist eines von mehreren privaten Unternehmen, die das Erbe der US-Raumfahrtbehörde NASA antreten wollen. Die NASA hattenach 30 Jahren ihr Shuttle-Programms eingestellt. Anfang des Jahres hatte die Weltraumbehörde bereits Startkapital in Höhe von knapp 270 Millionen Dollar (rund 197 Millionen Euro) an die Unternehmen Boeing, SpaceX, Sierra Nevada und Blue Origin verteilt, um deren Weltraum-Projekte zu fördern.

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