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ADAC-Studie: Toyota Prius ist das sauberste Auto

von Martin Seiwert

Das Hybridauto Prius von Toyota ist nach Ansicht des ADAC das umweltfreundlichste Auto auf dem Markt. Der Wagen der unteren Mittelklasse führt die Rangliste „ADAC Eco-Test“ das fünfte Jahr in Folge an, wie der Autoclub heute mitteilte.

VW Passat Variant Blue Motion Quelle: dpa
VW Passat Variant Blue Motion Quelle: dpa

Der Toyota erhielt mit 89 von 100 möglichen Punkten vier von fünf möglichen Sternen. Dahinter landete im Ranking der unteren Mittelklasse das Hybridmodell Honda Civic 1.3 DSi und der erdgasgetriebene Mercedes B 170 NGT.

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In der Kategorie Kleinwagen siegten der Opel Corsa 1.3 CDTI und der VW Polo Blue Motion, beides Dieselmodelle. Bei den Kleinstwagen errangen der Fiat Panda 1,2 V Natural Power (Gas), der Fiat 500 1.3 JTD (Diesel) und der Chevrolet Matiz 0.8 LPG (Gas, Benzin) Top-Plätze.

In der Mittelklasse, der oberen Mittelklasse und der Oberklasse sind Marken aus dem VW-Konzern auffällig stark: Die Dieselmodelle VW-Passat Blue Motion, Skoda Octavia Combi RS TDI und Skoda Superb 2.0 TDI belegten Spitzenplätze, ebenso der Audi A8 2.8 FSI (Benzin). Bei den großen Modellen ebenfalls ganz vorne mit dabei: Der erdgasgetriebene Volvo V70 2.4 Bi-Fuel und die Benziner BMW 530i und BMW 630 Ci Coupé.

Der ADAC Eco-Test bewertet die Autos nach ihrem Kohlendioxid- und Schadstoffausstoß und gewichtet dabei nach Fahrzeugklassen. In den unteren Klassen sind die Kriterien deutlich strenger, als bei den größeren Fahrzeugen. So bekommt der sparsame Fiat Panda, der 4,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbraucht, nur 24 Punkte in der Kohlendioxid-Bewertung. Der Audi A8, der mehr als doppelt soviel verbraucht, bekommt 36 Punkte.

Der ADAC hält insbesondere bei den Kleinst- und Kleinwagen weitere Emissionsreduzierung für möglich, entsprechend kritisch fällt hier die Bewertung aus: Nur ein Kleinstwagen und nur fünf Kleinwagen bekommen vier Sterne, alle anderen müssen sich mit drei oder zwei Sternen begnügen. Ganz anders in der oberen Mittelklasse: 38 Vier-Sterne-Modelle finden sich dort, bei den Spritschluckern in der Oberklasse immerhin noch 14.

Praxisnaher Spritverbrauch

Kaliforniens Gouverneur Arnold Quelle: dpa
Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger schaut sich einen Toyota Prius an Quelle: dpa

Laut ADAC wurde bei dem Ranking - im Gegensatz zu den gesetzlich vorgeschriebenen Herstellerangaben - der Kraftstoffverbrauch praxisnah gemessen. So wurden auch Autobahnfahrten und der Einsatz der Klimaanlage berücksichtigt. „Die Eco-Test-Werte liegen um bis zu 25 Prozent höher", sagte ADAC-Vizepräsident Werner von Scheven bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Die Umweltorganisation Greenpeace lobte den Eco-Test. Er komme der Realität ein ganzes Stück näher als der offizielle Prüfablauf, sagte Stefan Krug, der in Berlin die politische Vertretung der Umweltschutzorganisation leitet. „Der aktuelle Messzyklus dagegen ist eigentlich nichts anderes als Verbrauchertäuschung", kritisierte er.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.01.2009, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: hyb

    Turbulenzen am Rohstoff- und Kapital-Markt sind bestandteil von Wirtschaftszyklen. Ein Gleichgewicht wird zwar angestrebt, wird jedoch nie erreicht. Eine Reihenfolge von Wachstums- und Rezessiven-Phasen sind daher die Folge.
    Als Resultat können wir schwankende benzinpreis feststellen und unsere energetische Abhängigkeit laufend hinterfragen. Zudem hängt der investitionswille vom Vertrauen in die Zukunft ab. Damit erleben wir dauernd Krisen und Euphorien.
    Um mehr Stabilität zu erwägen, sollte eine gewisse Nachhaltigkeit in den Vordergrund kommen. Dazu gehört ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen und Konsum. Die CO2-Emission ist ebenfalls in den Fokus gerückt. Manche Autohersteller wollten oder konnten die Veränderung nicht vorhersehen und bieten Fahrzeuge an, welche nicht mit Verbraucher-Erwartungen im Einklang stehen.
    Die Marktreaktion ist im Gange. Hersteller mit innovativer Energiepolitik profitieren vom aktuellen Paradigmenwechsel, die anderen sind bekanntlich bereits am untergehen.
    Mit dem Hybridantrieb sind zuverlässige und sparsame Autos auf dem Markt. Japanische Hersteller (Toyota, Honda, Lexus) haben die bedürfnisse früh erkannt und spielen ein Pioneer-Rolle. Mit gutem Willen können wir veraltete Autos Dank Hybridantrieb, mit ökologischen und rentablen Modellen ersetzen. Mehr zum Thema Hybrid unter http://www.hyb.ch/

  • 05.11.2008, 16:37 UhrAnonymer Benutzer: CharlyB

    Versus Cleansman/Skarrin

    Hybridfahrzeuge:
    So ein blödsinn, seit wann hat der Prius kein Getriebe? Natürlich hat er ein Automatikgetriebe.
    Hybridfahrzeuge können ihre Stärke lediglich im Stop and Go Verkehr ausspielen und sind somit einsatzgebunden. bei Überlandfahrten muss die gesamte Hybridtechnik, die nicht wenig Gewicht mitbringt, mitgeschleppt werden. Schon deshalb schneiden hier Hybridfahrzeuge schlechter ab wie konventionelle Fahrzeuge. Hybridtechnik ist als Übergangstechnik anzusehen bis die Elektrifizierung bei Fahrzeugen abgeschlossen ist.

    Elektrofahrzeuge:
    Prinzipiell wegen des hohen Wirkungsgrads eigentlich eine feine Sache. Nur wird hier das Problem verschoben, solange der hierfür benötigte Strom mittels konventioneller Technik erzeugt wird. Der Wirkungsgrad bezogen auf eingesetzter Primärenergie Kraftwerk/Entnahmestelle (Steckdose) ist weitaus schlechter als der Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors. Das soll natürlich nicht heißen, dass man dahingehend nicht weiter forscht. Das Elektroauto ist die einzige zukünftige Antriebsform überhaupt. Aber nur dann, wenn es gelingt allen Storm klimaneutral zu produzieren und zu verteilen ansonsten bringt die Technik i.bez. auf den Co2 Ausstoss nichts, denn auch die Verbrennungsmotoren bergen noch ein gewaltiges Forschungs- und damit verbundenes Energieeinsparungspotential.

  • 05.11.2008, 16:20 UhrAnonymer Benutzer: MWH

    Das Thema "Gesamtbilanz" interessiert sicher viele Leser. Aber wo bitte finde ich eine solche??

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