Amphibienfahrzeuge: Kreativwettbewerb für Panzerdesigner

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Amphibienfahrzeuge: Kreativwettbewerb für Panzerdesigner

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AAV7A1 Assault Amphibious Vehicle

Das Pentagon wünscht sich neue, bessere Amphibienpanzer. Statt eines Rüstungskonzerns sollen diesmal viele am Super-Schwimmpanzer tüfteln, finanzieren soll es die breite Masse.

Das Pentagon setzt auf die Schwarm-Intelligenz: Wie das Wallstreet Journal berichtet, ist sich das amerikanische Verteidigungsministerium sicher, dass ein Haufen freiwilliger Ingenieure den US-Marines besseres Kriegsgerät konstruiert und plant, als ein großer Rüstungskonzern. Das Defense Advanced Research Projects Agency, kurz Darpa, schätzt, dass es keinen Unterschied macht, ob Software oder Kriegsgerät von der breiten Masse entwickelt werden. Ganz im Gegenteil: Das Design militärischer Ausrüstung könne dadurch profitieren.

Schwimmpanzer von der Crowd

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Die Darpa hofft außerdem, den Entstehungsprozess von der Blaupause bis zum fertigen Amphibienfahrzeug beschleunigen und die Kosten senken zu können. Denn nicht nur das Design, auch die Finanzierung soll von der Crowd gestemmt werden. Ganz so, wie es auch bei vielen Programmen oder Gadgets der Fall ist. Bei einem Designwettbewerb sollen Marines Vorschläge einreichen, wie die neuen Schwimmpanzer der aussehen könnten.

Für den Gewinner des Designwettbewerbs winken zwei Millionen Dollar Preisgeld. Die Darpa hofft auf ein breites Teilnehmerspektrum "vom Kleinunternehmen zur Großindustrie oder dem Akademiker, aber auch einzelne Ingenieure." Allerdings sieht das US-Verteidigungsministerium noch ein großes Problem beim Crowdsourcing von Militärfahrzeugen: Personen außerhalb des Militärs könnten an Informationen über Technologie und militärische Pläne gelangen. "Wir müssen ganz sicher gehen können, dass nichts nach außen dringt", sagte Leutnant Colonel Nathan Wiedenman gegenüber dem Wallstreet Journal. Man arbeite immer noch an einer Lösung.

Konventionelle Entwicklung ist zu teuer

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Die Darpa hat bereits Testversuche mit dem sogenannten Crowdsourcing gemacht: Nachdem das Verteidigungsministerium 2011 die Entwicklung der Nachfolgermodelle der aktuellen Amphibienfahrzeuge aus Kostengründen stoppte, musste sich die Behörde nach anderen Möglichkeiten umsehen. Die Forschung und Entwicklung der Schwimmpanzer hatte bis dato bereits drei Milliarden Dollar verschlungen - bis zum fertigen Vehikel drohte sie das gesamte Budget der Marines aufzufressen.

ked

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