Bild: GemeinfreiDer LVTP-7 ist eines der aktuellen Amphibienfahrzeuge der amerikanischen Marine. Er wurde erstmals 1972 als Nachfolger des LVTP-5 vorgestellt. Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die schwimmenden Panzer noch rund zehn Jahre ihren Dienst leisten können, bevor auch reparieren und warten nicht mehr hilft.
Bild: PresseDieser schwimmende Panzer vom Typ AAV7A1 wurde bereits 1984 vom amerikanischen Konzern BAE Systems vorgestellt. Der Amphibienpanzer hat den Ruf, eine besonders lange Lebensdauer zu haben, sowie sehr beweglich zu sein. Eingesetzt werden die Kampfmaschinen zum Transport von Mensch und Material zwischen Schiff und Küste. Zur Familie gehören das AAVC7A1 Führungsfahrzeug, das AAVP7A1 Personenfahrzeug und das AAVR7A1 Bergungsfahrzeug.
Auf dem Wasser erreicht der AAV7A1 mit seinem V8-Dieselmotor eine Geschwindigkeit von sieben Knoten (rund 13 Stundenkilometer), an Land erreicht der Panzer eine Geschwindigkeit von rund 80 Kilometern in der Stunde.
Bild: ScreenshotDas Expeditionary Fighting Vehicle, kurz EFV, hätte eigentlich den alternden AAV7 der amerikanischen Marine ablösen sollen. Die Geschwindigkeit im Wasser, die Panzerung und die Feuerkraft sollten gegenüber dem AAV deutlich erhöht werden. Bis 2015 hätten die schwimmenden Panzer fertig sein sollen. Jedoch kündigte das US-Verteidigungsministerium Anfang 2011 an, die Entwicklung des EFV aus Kostengründen zu streichen. Im Gegenzug sollen die bestehenden AAV7-Fahrzeuge modernisiert werden. Eine US-Behörde spielt nun mit dem Gedanken, neue Amphibienpanzer durch Crowdsourcing und Crowdfounding zu produzieren.
Bild: ScreenshotEine regelrechte Panzerregatta fand bereits 2005 in chinesischen Gewässern statt: Während einer Militärübung nahe Shandong stellten sowohl russische als auch chinesische Truppen ihre schwimmenden Panzer vor.
Bild: GemeinfreiEiner der Senioren unter den schwimmenden Panzern ist der LARC-V: Das amerikanische Amphibienfahrzeug stammt aus den 1950er Jahren und kann bis zu fünf Tonnen Gewicht transportieren. Auch heute sind die Vehikel mitunter noch im Einsatz.
Bild: GemeinfreiDer BTR-80 ist ein russischer Radschützenpanzer. Das BTR steht für "bronyetransportyor", wörtlich in etwa "bewaffneter Transporter". Zum ersten mal produziert wurden die Maschinen 1986.
Bild: REUTERSWas hier von einem Militärschiff rollt, ist ein taiwanesischer Amphibienpanzer.

Unter den Panzersenioren befindet sich auch ein deutsches Modell: Im Jahr 1961 begann die Produktion des Transportpanzers Fuchs für die Bundeswehr. Hergestellt wurde das Amphibienfahrzeug von Daimler-Benz und dem ehemaligen Rüstungsunternehmen Thyssen-Henschel, das seit 1999 zu Rheinmetall Landsysteme gehört und ein Tochterunternehmen der Rheinmetall AG ist. Der Fuchs arbeitet hauptsächlich als Transportpanzer und als Basis für den Flugabwehrpanzer Wildcat.
Der LVTP-7 ist eines der aktuellen Amphibienfahrzeuge der amerikanischen Marine. Er wurde erstmals 1972 als Nachfolger des LVTP-5 vorgestellt. Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die schwimmenden Panzer noch rund zehn Jahre ihren Dienst leisten können, bevor auch reparieren und warten nicht mehr hilft.
Das Pentagon setzt auf die Schwarm-Intelligenz: Wie das Wallstreet Journal berichtet, ist sich das amerikanische Verteidigungsministerium sicher, dass ein Haufen freiwilliger Ingenieure den US-Marines besseres Kriegsgerät konstruiert und plant, als ein großer Rüstungskonzern. Das Defense Advanced Research Projects Agency, kurz Darpa, schätzt, dass es keinen Unterschied macht, ob Software oder Kriegsgerät von der breiten Masse entwickelt werden. Ganz im Gegenteil: Das Design militärischer Ausrüstung könne dadurch profitieren.
Schwimmpanzer von der Crowd
Die Darpa hofft außerdem, den Entstehungsprozess von der Blaupause bis zum fertigen Amphibienfahrzeug beschleunigen und die Kosten senken zu können. Denn nicht nur das Design, auch die Finanzierung soll von der Crowd gestemmt werden. Ganz so, wie es auch bei vielen Programmen oder Gadgets der Fall ist. Bei einem Designwettbewerb sollen Marines Vorschläge einreichen, wie die neuen Schwimmpanzer der aussehen könnten.
Für den Gewinner des Designwettbewerbs winken zwei Millionen Dollar Preisgeld. Die Darpa hofft auf ein breites Teilnehmerspektrum "vom Kleinunternehmen zur Großindustrie oder dem Akademiker, aber auch einzelne Ingenieure." Allerdings sieht das US-Verteidigungsministerium noch ein großes Problem beim Crowdsourcing von Militärfahrzeugen: Personen außerhalb des Militärs könnten an Informationen über Technologie und militärische Pläne gelangen. "Wir müssen ganz sicher gehen können, dass nichts nach außen dringt", sagte Leutnant Colonel Nathan Wiedenman gegenüber dem Wallstreet Journal. Man arbeite immer noch an einer Lösung.
Konventionelle Entwicklung ist zu teuer
Die Darpa hat bereits Testversuche mit dem sogenannten Crowdsourcing gemacht: Nachdem das Verteidigungsministerium 2011 die Entwicklung der Nachfolgermodelle der aktuellen Amphibienfahrzeuge aus Kostengründen stoppte, musste sich die Behörde nach anderen Möglichkeiten umsehen. Die Forschung und Entwicklung der Schwimmpanzer hatte bis dato bereits drei Milliarden Dollar verschlungen - bis zum fertigen Vehikel drohte sie das gesamte Budget der Marines aufzufressen.
ked















