Apps für alle: Ford plant Vorstoß bei Fahrzeug-Apps

Apps für alle: Ford plant Vorstoß bei Fahrzeug-Apps

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Ford stellt seine Applink-Technik als Open-Source zur Verfügung und will damit eine industrieweit einheitliche Plattform für Fahrzeug-Apps schaffen.

von Thomas Kuhn

Der Autohersteller Ford will eine industrieweite Plattform für Fahrzeug-Apps schaffen - und stellt seine Applink-Technik dafür auch Wettbewerbern als Open Source zur Verfügung.

Dass Autos künftig dank integrierter Mobilfunkmodule oder via Koppelung ans Smartphone ihrer Fahrer ständig mit der Außenwelt vernetzt sein werden ist einer der wichtigsten Trends in der Automobilbranche. Dabei wollen die Hersteller den mobilen Internetzugang nicht bloß zum Zugriff auf Staumeldungen nutzen, oder um Notrufe im Falle eines Unfalls abzusetzen.

Fast alle großen Anbieter wollen es ihren Kunden zudem ermöglichen, unter anderem auf Webradio-Programme, E-Mails oder ihre bei Cloud-Diensten im Internet gespeicherten Musiksammlungen zuzugreifen, oder für die Navigation auf die Adressensammlung in ihren Smartphones zu nutzen.

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Auf die Dauer, so die auch auf dem Mobile World Congress intensiv diskutierte Vision der Autobranche, wird der rollende Untersatz so selbst zur mobilen Kommunikationsplattform. Die soll  sich - ähnlich wie Smartphones - durch Nachladen von Apps nach Gusto an den eigenen Bedarf anpassen lassen.

Das Auto kommuniziert künftig mit...

  • ... anderen Autos

    Das Auto funkt an hinter ihm fahrende Autos den Zustand der Straße, etwa Glättegefahr, meldet Staus, und fordert dazu auf, den Sicherheitsabstand zu halten. Ziele sind besserer Verkehrsfluss, weniger Unfälle, geringerer Schadstoffausstoß und Spritverbrauch.

  • ... dem Autohersteller

    Das Fahrzeug nimmt bei technischen Problemen bzw. bei Reparaturbedarf Kontakt mit dem Hersteller auf, der dem Besitzer dann Serviceangebote macht. Ziel ist die Vermeidung größerer Schäden am Fahrzeug und mehr Serviceumsatz für die Hersteller.

  • ... Ampeln

    Die Ampel meldet Umschalten auf Gelb-/Rotphase an, ankommende Autos, die dann vor zu hoher Geschwindigkeit warnen oder den Motor automatisch drosseln. Zu den Zielen gehören weniger Unfälle, geringerer Schadstoffausstoß und Spritverbrauch.

  • ... Verkehrszeichen

    Das Straßenschild funkt ans Auto den Beginn einer 30km/h-Zone, das Auto bremst automatisch auf diese Geschwindigkeit ab. Ziel ist mehr Sicherheit für Fußgänger.

  • ... der IT des Arbeitgebers

    Das Auto wird zum mobilen Büro, es ist in den E-Mailverkehr und in die Firmensoftware eingebunden. Ziel ist mobiles Arbeiten und einfachere Abrechnung von Fahrtkosten.

Was dieser Idee allerdings bisher im Wege steht, ist ein Phänomen, dass die Handybranche kennt: Je mehr Softwareplattformen nebeneinander existieren, desto weniger Apps gibt es für jede einzelne Plattform, ein Effekt, den die Verfolger im Smartphone-Geschäft - Windows Phone und Blackberry - leidvoll kennen. Während die Dominatoren der Branche, Apples iOS und Googles Android sich mit ihren App-Stores der Millionen-Marke nähern, dümpeln die Verfolger bei fünf- bis niedrigen sechsstelligen App-Zahlen herum.

Nicht anders, fürchten manche Autobauer, könnte das bei der Entwicklung von Apps fürs vernetzte Fahren aussehen. Setzen zu viele Anbieter auf unterschiedliche Techniken für den Zugriff auf Handy-Apps oder Online-Dienste, könnte das die Entwicklung eines breiten Anwendungs-Portfolios eher behindern als vorantreiben. Eine möglichst große Zahl kompatibler Systeme in vernetzten Wagen hingegen dürfte das Portfolio an Auto-Apps - analog zur Dominanz von Apple im Smartphone-Markt - deutlich wachsen lassen.

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