ThemaElektroautos

alles zum Thema
_

Audi-Sieg in Le Mans: Hybridautos erobern den Rennsport

Beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewannen erstmals Hybridautos. Die Audi e-tron quattro siegten gegen Toyota und lagen auch im internen Wettstreit der Systeme vorn.

Mit dem R18 e-tron quattro konnte Audi die 80. Auflage des 24-Stunden-Rennen von Le Mans für sich entscheiden - Somit gewann erstmals ein Hybridfahrzeug das legendäre Event Quelle: dpa
Mit dem R18 e-tron quattro konnte Audi die 80. Auflage des 24-Stunden-Rennen von Le Mans für sich entscheiden - Somit gewann erstmals ein Hybridfahrzeug das legendäre Event Quelle: dpa

Es war ein Sieg auf der ganzen Linie für Audi: Der Ingolstädter Autobauer feierte am Sonntag bei der 80. Auflage des legendären Langstreckenrennens von Le Mans einen souveränen Dreifacherfolg. Wie vor einem Jahr steuerte der Duisburger André Lotterer nach 378 Runden am Sonntag das Gewinnerauto durch die jubelnden Audi-Mechaniker in die Boxengasse. Zweiter wurde der Rekordsieger des 24-Stunden-Rennens Tom Kristensen.

Anzeige

Doch damit haben sie sich nicht nur gegen die Konkurrenz von Toyota & Co. durchgesetzt, vor allem haben Lotter und Kristensen den Audi-internen Kampf der Systeme entschieden: zugunsten der neuen Dieselhybrid-Technik.

Hybrid im Vorteil

Denn Audi hatte vier R18 ins Rennen geschickt, die im Wesentlichen baugleich waren: Im Heck aller vier Audi R18 arbeitete die neueste Ausbaustufe eines kompakten V6-TDI-Motors mit Turbolader. Doch beim e-tron quattro wurde der konventionelle Antrieb mit einer elektrisch angetriebenen Vorderachse kombiniert. „Der e-tron quattro hat einen leichten Performance-Vorteil“, sagt Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

Die 24 Stunden von Le Mans werden seit 1923 gefahren. Autohersteller aus aller Welt nutzen das Rennen als Belastungsprobe für neu entwickelte Fahrzeuge und Automobiltechnik. Defekte am Wagen während des Wettbewerbs durften in den ersten Jahren ausschließlich von den Fahrern selbst behoben werden. Veranstalter ist der Automobile Club de l’Ouest, oder ACO, der größte Automobilclub Frankreichs.

Bild: DPA

Denn in seinen Hybridautos wird die Bremsenergie gespeichert und kann dann wieder abgegeben werden. Dadurch bekommt der Vorderantrieb für drei sekunden einen zusätzlichen Schub von 200 PS – mehr lässt das Reglement nicht zu. Und die Hybridboliden haben noch einen weiteren Vorteil: Da der Elektroantrieb des Audi auf die Vorderräder wirkt, bekommt der sonst heckgetriebene Wagen vorübergehend die Vorzüge eines Allradautos.

Ganz neu ist der Einsatz der Technik im Rennsport nicht. Toyota beispielsweise setzt schon seit 2006 auch im Motorsport auf Hybridtechnik. Doch die Japaner favorisieren dabei eine andere Technologie: Toyota nutzt einen Superkondensator, der ähnlich wie die Batterie in Serienwagen Energie speichert. Die Rennwagen können die Energie jedoch viel schneller speichern und wieder abgeben. Die Japaner können durch den zusätzlichen Elektroschub auf die Hinterachse vor allem aus Kurven schneller beschleunigen.

weitere Fotostrecken

Blogs

Individueller Twitter-Trailer aus animierten Tweets, Fotos & Videos
Individueller Twitter-Trailer aus animierten Tweets, Fotos & Videos

Mit wenigen Mausklicks ermöglicht ein neuartiges Tool die Erstellung eines kurzen Clips aus eigenen Tweets und Bildern....

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.