Auto: Neuer 7er-BMW: Luxus-Koloss auf Diät

Auto: Neuer 7er-BMW: Luxus-Koloss auf Diät

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BMW will mit der neuen 7er-Reihe den Absatz des Vorgängermodells deutlich übertreffen.

Der neue 7er-BMW will das sparsamste Luxusauto der Welt sein. An Bord hat er gleich ein ganzes Heer an neuen Lenk- und Assistenzsystemen.

Wenn BMW-Technikvorstand Klaus Draeger über den neuen 7er-BMW spricht, bekommt seine Körpersprache etwas Inbrünstiges: Beschwörende Handbewegungen und stilvoll gesetzte Kunstpausen begleiten seine Sätze. „Der neue 7er“, setzt er an, „ist das effizienteste Fahrzeug im Wettbewerb“, und horcht der Wirkung seiner Worte hinterher. Solch Wortgetrommel begleitet zwar jede automobile Neuerscheinung – vor allem, wenn es um den wichtigsten Technologieträger des Unternehmens geht. Aber dieses Mal muss die fünfte Neuauflage des Luxuswagens seit 1977 nicht nur beweisen, dass sie besser ist als das Vorgängermodell und die Konkurrenz, die S-Klasse von Mercedes-Benz und der A8 von Audi. In Zeiten dramatisch steigender Spritpreise müssen Dickschiffe wie der 7er zudem überzeugen, dass sie noch in die Zeit passen, weil auch sie sparsam mit dem kostbaren Treibstoff umgehen.

Bei der Gestaltung ist Chefdesigner Christopher Bangle diesmal auf Nummer sicher gegangen. Beim alten 7er hatten Tränensackscheinwerfer, Hängebauchschweller und ein kantiger Kofferraumdeckel die Stammkundschaft nachhaltig verstört. Der Designschocker trug Bangle heftige Beschimpfungen ein. BMW stehe für „Bangle muss weg“, ätzten Kritiker. Allein in den USA und Asien kam der neue Stil gut an.

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Neues Design für 7er-BMW

Bangle ist zwar noch da, aber der Verriss hat Wirkung gezeigt: Der neue 7er sieht deutlich eleganter aus und polarisiert weniger als sein Vorgänger. Fahrdynamisch setzt der immerhin 5,07 Meter lange und 1860 kg schwere Bayer Maßstäbe. Man hat das Gefühl, ein deutlich kürzeres und vor allem leichteres Auto zu bewegen. Verantwortlich für diesen Eindruck ist die aufpreispflichtige Integral-Aktivlenkung. Das Prinzip: Bis maximal drei Grad Lenkeinschlag lenken die hinteren Räder mit, bei Geschwindigkeiten bis 60 Kilometer pro Stunde entgegengesetzt zum Lenkeinschlag. Darüber schlägt die Hinterachse parallel zur vorderen ein und lässt Spurwechsel oder Kurvenfahren deutlich flotter vonstatten gehen. Kleine Elektromotoren an der Hinterachse führen diese Lenkbewegungen aus.

Mehr Leistung trotz geringerem Spritverbrauch

Den Motoren entlockten die BMW-Ingenieure trotz Spritdiät mehr Leistung. Zum Verkaufsstart stehen drei Aggregate zur Auswahl: ein Reihensechszylinder-Benziner mit 326 PS (9,9 l/100 km, minus zwölf Prozent), ein aufgeladener V8, der 407 PS leistet (11,4 l/100 km, minus 1,8 Prozent) und ein Reihensechszylinder-Diesel mit 245 PS. Der Selbstzünder schafft mit den angegebenen 7,2 l auf 100 Kilometer ein Minus von zehn Prozent. Er soll nur 192 g CO2 pro Kilometer ausstoßen. Damit lässt der Münchner zumindest auf dem Papier die Konkurrenz aus Stuttgart und Ingolstadt alt aussehen. Deren Spitzenmodelle pusten mehr von dem Klimagas in die Luft. Die S-Klasse 225 Gramm; der Audi A8 224 Gramm. Ob die Einsparungen auch im Alltag zu erzielen sind, müssen Fahrtests allerdings erst noch erweisen.

Damit mehr Gewicht den Fortschritt in der Motoreneffizienz nicht gleich wieder zunichte macht, wiegt zum ersten Mal ein Nachfolgemodell der Luxusklasse nicht mehr als der Vorgänger: „Das Gewicht ist sogar um 55 Kilogramm gesunken“, sagt Draeger. Möglich wurde das durch die stärkere Verwendung leichter Aluminiumbauteile. Dennoch bringt der 7er immer noch fast zwei Tonnen auf die Straße.

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