Elektromobilität: Die neuen Stromer von Smart

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Elektromobilität: Die neuen Stromer von Smart

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Die Fahrt mit dem neuen Smart Electric Drive macht Spaß und überzeugt durch die Leistung des Zweisitzers

von Jürgen Rees

Endlich kommen sie: die Elektromobile aus Deutschland. Die Daimler-Tochter Smart stellt in Berlin einen emissionsfreien Zweisitzer vor, gleichzeitig startet das Smart Ebike. Weitere Modelle sollen folgen.

Ein Druck auf das Gaspedal des grün-weißen Smart Cabrios. Geübte Smartfahrer rechnen jetzt mit dem Unvermeidlichen: dem typischen Ruckeln der Automatikschaltung des Stadtflitzers. Doch bei dem grün-weißen Smart bleibt das nervige Nicken aus, denn der Smart fährt rein elektrisch, das Getriebe schaltet stufenlos.

Flott legt der Zweisitzer auf einer ersten Testfahrt durch Berlin los, jeder Ampelstart ist ein Vergnügen, denn die Beschleunigung des Smart Electric Drive ist dank eines neuen Elektromotors, den Konzernmutter Daimler zusammen mit Bosch entwickelt hat, beeindruckend. Von 0 bis 60 Kilometer spurtet das Auto in 4,8 Sekunden. Spaß macht das kleine Auto dank des spritzigen Motors mit einer Spitzenleistung von 75 PS auf jeden Fall. Und die Höchstgeschwindigkeit von 125 Kilometer pro Stunde ist absolut alltags- und stadttauglich.

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Sieben Stunden zum Volltanken

Aber fast noch wichtiger ist die Reichweite des Elektrofahrzeugs. Dank einer ebenfalls neuen Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,6 Kilowattstunden verspricht Smart eine Reichweite von immerhin 145 Kilometer. Die Batterie stammt aus dem Joint Venture mit Evonik und hat 93 Zellen, ist wassergekühlt und sitzt geschützt im Sandwichboden des Autos. Smart rechnet mit einer Lebensdauer der Akkus von zehn Jahren, so lange sollen die Batterien eine Kapazität von mindestens 80 Prozent haben.

Was ist, wenn der Stromer an die Steckdose muss? Ist die Batterie ganz leer, braucht es an der Haushaltssteckdose rund sieben Stunden bis der Akku wieder voll ist, schnellladen funktioniert schon innerhalb einer Stunde.
Ob der Strom im Alltag wirklich so weit reicht, muss ein ausführlicher Test zeigen. Der Smart ist kein Verzichtsauto, er hat alles, was sein Bruder mit Verbrennungsmotor auch hat: Klimaanlage, den Schleuderschutz ESP, Sitzheizung oder ein Radio.

Zurück zu den Wurzeln

Keine Frage, die dritte Generation ist ein großer Schritt in Richtung alltagstaugliche und bezahlbare Elektromobilität für die Stadt. Schon die ersten Pläne sahen ja elektrisches Fahren vor: Doch als der Smart 1998 auf den Markt kam, war davon aus Kostengründen keine Rede mehr. Erst 2007 gab es eine erste Testflotte in London, 2009 folgte der Vorgänger des jetzigen Modells mit Akkus des amerikanischen Unternehmens Tesla. Mehr als 2000 zahlende Testkunden verrieten den Stuttgarter, was die Nutzer brauchten. Sie wollten in der dritten Generation zum Beispiel mehr Beschleunigung ab etwa 60 Kilometern pro Stunde. In diesem Bereich war vielen der Vorgänger schlicht zu lahm.

Zurück zu den Wurzeln ist das Motto bei den Mobilitätskonzepten. Schon bei der Einführung 1998 sollten spezielle Parkplätze oder Fahren auf Busspuren die Kunden locken. Wirklich umgesetzt wurde jedoch nur wenig. Das soll sich jetzt ändern, verspricht Smart-Chefin Annette Winkler. Eine Kooperation mit dem Parkhausbetreiber Apcoa soll Smart-Käufern Parkplätze bieten. Zwei Smarts passen auf einen konventionellen Parkplatz, den geringeren Flächenverbrauch belohnt der Parkhausbetreiber mit einem Rabatt von rund 20 Prozent.

Eine zentrale Rolle bei den Mobilitätsdienstleistungen spielt das Smartphone: Per Smartphone lässt sich die Temperatur im Smart voreinstellen, so dass der Besitzer beispielsweise morgens ein beheiztes oder gekühltes Auto mit voll geladenen Akkus vorfindet. Alle Smartfahrer, die sich registrieren lassen, können bald in jeder Stadt, in der das Carsharing smart2go bereits funktioniert, den Standort des nächsten Smart finden und ohne weitere Formalitäten Smarts mieten und losfahren. „Da kommen aber noch mehr Mobilitätsdienstleistungen“, verspricht Winkler.

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