Autoindustrie: Streit um Kühlmittel für Klimaanlagen

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Peter Ramsauer

von Franz W. Rother

Der Streit um das optimale Kältemittel für Klimaanlagen in Autos spaltet die europäische Industrie.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ließ deshalb jetzt den Verband der Automobilindustrie (VDA) ermahnen, die Debatte um das angebliche „Killerkältemittel“ R1234yf zu versachlichen und sich an einer „vernünftigen Lösungsfindung“ zu beteiligen. Hintergrund: Seit 1. Januar dürfen nach einer EU-Verordnung die Klimaanlagen von Neuwagen nicht länger mit dem klimaschädlichen R134a befüllt werden. Doch seitdem der Ersatzstoff R1234yf bei einem Crashtest von Mercedes einen Brand auslöste und giftige Flusssäure freisetzte, drängen Daimler und VW auf einen Schwenk hin zu Klimaanlagen, die mit Kohlendioxid betrieben werden. Die sind zwar teurer, aber sicher, wirbt VW-Chef Martin Winterkorn.

Auf der jüngsten Sitzung des VDA-Präsidiums konnte sich die deutsche Autoindustrie allerdings nicht auf eine gemeinsame Linie einigen: Bei einer Befragung durch das Kraftfahrtbundesamt hatten zuvor sechs Autohersteller, darunter Ford, Opel und BMW, angegeben, keine Probleme mit R1234yf zu haben. Sechs andere sind vorsichtshalber wieder zum alten, klimaschädlichen Mittel zurückgekehrt. Daimler und Volkswagen boykottieren das umstrittene Kältemittel, das von den US-Chemieriesen Dupont und Honeywell produziert wird.

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Der VDA, der R124yf zunächst als sicher eingestuft hatte, lässt von einer Arbeitsgruppe nun mögliche Gesundheitsgefahren untersuchen.

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