Autonomes Fahren: Chipgigant Intel kooperiert mit Google beim selbstfahrenden Auto

Autonomes Fahren: Chipgigant Intel kooperiert mit Google beim selbstfahrenden Auto

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Der Chiphersteller Intel kooperiert mit der Google Tochter Waymo und drängt damit weiter in das Geschäft mit dem Autonomen Fahren.

von Stefan Hajek

Der Chipgigant Intel kooperiert mit der Google Tochter Waymo beim selbstfahrenden Auto. Damit dringt Intel weiter in den Zukunftsmarkt vor.

Der Chiphersteller Intel drängt weiter ins gerade entstehende Geschäft mit dem autonomen Fahren.

Jetzt haben die Amerikaner, die bereits mit BMW und Fiat-Chrysler kooperieren, einen weiteren Partner an Land gezogen: die Google Tochter Waymo, welche ebenfalls am selbstfahrenden Auto forscht. Mit bereits rund drei Millionen autonom gefahrenen Meilen in den USA ist Waymo einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet, neben Tesla und Uber.

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„Eine der wichtigsten Herausforderungen für die IT wird das selbstfahrende Auto sein“, sagt Brian Krzanich, Vorstandsvorsitzender von Intel.

Wie das selbstfahrende Auto die Wirtschaft jenseits der Fahrzeugbauer verändert

  • Mehr als 30 Minuten...

    ... verbringen zwei von drei deutschen Autofahrern pro Tag in ihrem Wagen. Viel Zeit, um im Internet zu surfen, wenn sie nicht mehr auf den Verkehr achten müssen. Für Boutiquen und Museen, Kinos und Fitnessstudios bedeutet dies: Sie müssen auch online präsent sein, weil sie kaum noch einer zufällig entdeckt, während er aus dem Fenster blickt.

  • 100 Milliarden Dollar...

    ... zusätzlichen Umsatz im Jahr könnte das selbstfahrende Auto Bars, Discos und Kneipen weltweit bringen. Denn Alkohol und Autofahren schließen sich nicht mehr aus. Derzeit trinken die Menschen weltweit Alkohol im Wert von 1,5 Billionen Dollar.

  • 183,4 Millionen Euro...

    ... haben deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr für Geschäftsreisen ausgegeben. In Zukunft lässt sich das selbstfahrende Auto als rollendes Bett nutzen. Man fährt abends los und ist am nächsten Morgen am Ziel. Hotels könnten dann allenfalls noch mit einem Angebot zur Morgentoilette punkten.

  • Zwölf Prozent...

    ... des Münchner Stadtgebiets sind durch parkende Autos blockiert. Selbstfahrende Autos werden den Passagier am Ziel absetzen, zum nächsten Einsatz fahren – und so den Verkehr besser steuern. Parkplätze werden also kaum noch gebraucht. Schlecht für die Betreiber von Parkhäusern, die heute in Westeuropa jährlich 50 Milliarden Euro umsetzen.

  • 20 Millionen ...

    ... Verkehrsschilder und 1,5 Millionen Ampeln gibt es in Deutschland. Die verschwinden. Selbstfahrende Autos fahren auch bei hohem Tempo Stoßstange an Stoßstange, kreuzen und biegen ab – ohne zu stoppen. Selbst den Weg kennen sie.

  • 30 Millionen Euro...

    ... nimmt allein Hamburg jedes Jahr mit Knöllchen ein. Selbstfahrende Autos achten aufs Tempolimit und parken nur dort, wo sie auch parken dürfen. Städten gehen also Einnahmen verloren.

  • 80 Prozent...

    ... unserer Lebensmittel werden wir in 30 Jahren geliefert bekommen – unabhängig von den Großbritannien und Japan sind die sich selbst steuernden Essenslieferanten testweise schon unterwegs.

  • Mehr als die Hälfte...

    ... aller Versuche in Deutschland, ein Paket zuzustellen, sind vergeblich. Selbstfahrende Paketautos liefern eine Sendung, wenn der Empfänger sie zu sich ruft – auch nachts und am Wochenende.

  • 70 Prozent...

    ... ihres US-Umsatzes macht die Fast-Food-Kette McDonald’s schon heute am Drive-in-Schalter. Im selbstfahrenden Auto können alle Passagiere essen – und nicht nur die auf der Rückbank. Und die Wagen können Fritten und Burger auch ganz allein am Drive-in-Schalter abholen und ausliefern.

Jedes Jahr sterben weltweit 1,3 Millionen Menschen durch Verkehrsunfälle. 90 Prozent dieser Unfälle werden durch menschliches Versagen verursacht. Selbstfahrende, das heißt von Algorithmen gesteuerte Autos, könnten diese Zahl drastisch verringern, meinen Verkehrsexperten. Das Problem jedoch: Dabei entsteht eine immense Datenflut. Denn die Algorithmen lernen beim Fahren: Aus den Manövern und Fehlern der Fahrer, speichern die Daten und analysieren sie nach wiederkehrenden Mustern.

Dazu wird Google seine neusten Forschungswagen, die auf dem Chrysler Pacific in Hybrid-Version basieren, mit Intel-Technik ausstatten. Intel soll Sensor-Chips, allgemeine Prozessoren und Connectivity liefern, die es den Autos ermöglichen sollen, im realen Straßenverkehr eigene Entscheidungen in Echtzeit zu treffen, ohne dass dazu ein Mensch eingreifen muss. Experten sprechen von Level 3 und 4. „Angesichts der Geschwindigkeit, mit der die Technologie jedoch derzeit Fortschritte macht, gehe ich davon aus, dass meine Enkel im Alltag kein Auto mehr selbst lenken werden“, sagte der Intel-Chef.

Stadtplanung Wie autonome Autos die Stadt der Zukunft prägen

Das selbstfahrende Auto wird nicht nur die Welt der Fahrzeughersteller verändern. Es wird alte Branchen zersetzen und neue kreieren. Ein Blick in die Stadt der Zukunft.

Stadt der Zukunft Quelle: Leander Assmann

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