Autosalon Genf: Hyundai fordert Hybridpionier Toyota Prius heraus

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Autosalon Genf: Hyundai fordert Hybridpionier Toyota Prius heraus

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Der Hyundai Ioniq kommt im Sommer als Hybrid auf den Markt, zwei weitere Varianten sollen folgen.

von Jürgen Rees

Hyundai bringt mit dem Ioniq ein Auto mit gleich drei elektrischen Antrieben auf den Markt. Technik wie Preis könnten dem Platzhirsch Toyota Prius zu schaffen machen – bei VW und Co ist erst 2018 Besserung in Sicht.

Der Toyota Prius ist so etwas wie der Methusalem unter den Autos mit Hybridantrieben – also Fahrzeugen, die einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb kombinieren. Seit 18 Jahren gibt es den Wagen mit dem auffälligen Design, mehr als 3,5 Millionen Einheiten hat Hybridpionier Toyota seitdem verkauft.

Gerade kommt die vierte in allen Bereichen verbesserte Generation des Wagens auf den Markt: Die Karosserie soll steifer, der Luftwiderstand (cW-Wert) geringer sein, mehr Platz, einen größeren Kofferraum und natürlich einen noch Mal sparsamerem Hybridantrieb soll er haben.

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Es ist kein Zufall, dass der neue Prius gerade jetzt auf den Markt neu kommt. Denn zum ersten Mal will ein anderer großer Hersteller am Thron der Japaner rütteln. Der koreanische Autobauer Hyundai stellt auf dem Autosalon Genf (bis 13. März 2016) mit dem Ioniq erstmals ein Auto mit gleich drei verschiedenen Elektro-Antriebs-Varianten vor: Der Prius-Konkurrent Ioniq als Hybrid kommt im Spätsommer diesen Jahres und verbindet einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb.

Fast gleichzeitig kommt ein Wagen mit einem reinen Elektroantrieb mit rund 250 Kilometer Reichweite. Anfang 2017 folgt dann der Plug-In-Hybrid, also ein Fahrzeug, dessen Batterie sich an der Steckdose auflädt und die den Wagen 50 Kilometer rein elektrisch weit fahren soll. Die Schwestermarke Kia nutzt die Hybridtechnik in dem kompakten SUV namens Niro.

Hyundai hat das Image des Preisbrechers längst abgelegt und wildert mit attraktivem Design und guter Ausstattung in den Gefilden von VW, Ford, Opel und Co. Jetzt soll das Korea-Trio Ioniq auch das Öko-Image der Koreaner aufpolieren. Damit war es bislang nicht weit her. Denn bis auf den angejahrten ix35, ein SUV mit Brennstoffzellentechnik, hatte Hyundai noch nicht viel zu bieten.

Doch der Druck durch strengere Abgasvorschriften wächst in der Europäischen Union (EU) genauso wie in den USA und anderswo. Ab dem Jahr 2021 sollen beispielsweise alle neuen PKW in der EU maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen – gegenüber 130 Gramm im Jahr 2015. Die neuen Vorschriften gelten jedoch für die gesamte Fahrzeug-Flotte in Europa. Die Autohersteller dürfen höhere CO2-Ausstöße von hubraumstarken Fahrzeugen durch den Bau besonders sparsamer Fahrzeuge ausgleichen. Der SUV-Boom, also Fahrzeuge mit hohem Gewicht und viel Verbrauch bringt die Hersteller dabei in die Bredouille. Hyundais Chefstratege Minsoo Kim verspricht bis 2020 für beide Marken rund zwei Dutzend Modelle mit alternativen Antrieben.

Auch die Koreaner nutzen im ersten dieser neuen umweltfreundlicheren Modelle die strömungsgünstige Tropfenform für den Ioniq, haben ihn aber etwas weniger aufgeregt gestaltet als die Toyota-Designer den Prius. Über Design und Geschmack lässt sich streiten, doch Pionier Prius polarisiert mit seinem Aussehen seit seinem Erscheinen 1998 wie kaum ein anderes Auto. Dem wollten die Koreaner ganz augenfällig aus dem Weg gehen.

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