Autotest: Carrera 911 S - ein Chamäleon

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Autotest: Carrera 911 S - ein Chamäleon

Porsche 911 Carrera SVideo abspielen
911er im Formel-1-Test
von Franz W. Rother

Ex-Grand-Prix-Pilot Heinz-Harald Frentzen fuhr den neuen Porsche Carrera 911 S, einen Sportwagen mit Launch Control, Sound Composer und Start-Stopp-Automatik. Passt das zusammen?

Was ist jetzt neu an dem Auto? Die Frage des arglosen und offenbar nicht besonders auto-affinen Fotografen lässt aufhorchen: Dass da an der ehemaligen Raketenstation der Nato der brandneue Neunelfer beinahe unerkannt vorbeizischt, mag Porsche-Chefdesigner Michael Mauer im fernen Stuttgart als Beleg dafür nehmen, dass es ihm und seinem Team gelungen ist, den Geist und die Linien der bald 50 Jahre alten Sportwagenlegende in die Gegenwart hinüberzuretten.

Technische Details

  • Antrieb

    Motor: 6-Zylinder-Boxermotor

    Hubraum: 3800 ccm

    Leistung: 294 kW (400 PS)

    max. Drehmoment: 440 Newtonmeter bei 5600 Umdrehungen pro Minute

  • Fahrleistungen

    0–100 km/h in 4,3 Sekunden

    Höchstgeschwindigkeit: 302 km/h

  • Kraftstoffverbrauch

    Nach ECE-Norm 8,7 Liter Superplus/100 km (205 g CO2/km)

    Testverbrauch: 11,2 Liter/100 km

    Tankinhalt: 64 Liter

  • Kraftübertragung

    Heckantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

  • Gewicht

    1415 kg leer, mit Zuladung 435 kg

  • Kofferraum-Volumen

    135 Liter nach VDA-Norm

  • Verkaufspreis

    Basispreis: 102.436 Euro

    Testwagenpreis: 145.782 Euro

Aber ebenso, wie sich die Raketenstation nahe Neuss zum Kunstmuseum wandelte, hat auch der Porsche 911 Carrera im Laufe der Zeit eine Konversion erfahren: Aus dem reinrassigen, knüppelharten und leistungsorientieren Sportwagen ist in der siebten Generation ein lässiger Regenbogenkrieger geworden, der einerseits auf der Nordschleife des Nürburgrings neue Rundenrekorde aufstellt – der aber andererseits mit einer Vielzahl technischer Raffinessen im Vergleich zum Vorgänger fast als Ökomobil durchgeht. Ex-Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen, der 2008 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit einem eigenen Hybridrennwagen Motorsportgeschichte schrieb, kam bei der Testfahrt mit dem neuen Neunelfer aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Schein & Sein

Ein neuer Porsche 911 ist stets Ahnenkult und Aufbruch zugleich. Der Ahnenkult manifestiert sich nicht nur am Zündschloss, das auch beim Neuen selbstverständlich links vom Lenkrad angebracht ist. Er setzt sich fort in den klassisch ineinander verschachtelten Instrumenten vor dem Fahrer und in der typischen Dachlinie sowie den überwölbten Kotflügeln, die in Rundscheinwerfern auslaufen.

Der Aufbruch wiederum zeigt sich im Innern der nach vorne ansteigenden, mit einer Vielzahl von Knöpfen belegten und mit einem TFT-Monitor bekrönten Mittelkonsole. Das stärkste Unterscheidungsmerkmal außen ist sicher das knackige Heck: Sichelförmige LED-Leuchten und ein adaptiver Heckspoiler, der sich je nach Fahrgeschwindigkeit und Schiebedachposition immer wieder neu dem Wind entgegenstemmt, ziehen Blicke der überholten Autofahrer auf sich.

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