Autotest: Neuer Ford Fiesta: Zwerg der Hoffnung

Autotest: Neuer Ford Fiesta: Zwerg der Hoffnung

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Die siebente Neuauflage des Kleinwagens Ford Fiesta

Anfang Oktober startet Ford in Deutschland mit der siebten Generation des Kleinwagens-Fiesta. Wirtschaftswoche-Redakteur Thomas Katzensteiner hat den jüngsten Kleinwagenspross der Kölner vorab unter die Lupe genommen.

Mit dem Finger fährt Jörg Beyer über den Türgriff, dann an einer langen Blechfalte entlang, die sich an beiden Seiten des Griffs über die Tür spannt. „Das hinzukriegen“, sagt er, „war eine Höllenarbeit.“ Insgesamt 300 000 Versuche haben Beyer, der Chefingenieur des neuen Ford Fiesta, und sein Team gebraucht, bis die Tür fertig entwickelt war.

Wer den Kleinwagen in Gänze betrachtet, mag sich nach dieser Aussage kaum ausmalen, wie viele Entwicklungsstunden in dem Fahrzeug stecken. Sicher ist jedenfalls, mit seinen Vorgängern hat der neue Fiesta nichts mehr gemein – außer dem Namen. Und: Vom Erfolg des Kleinwagens hängt für den krisengeschüttelten Ford-Konzern, der in den USA ums Überleben kämpft, viel ab.

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Über zehn Millionen Stück sind von den ersten sechs Generationen verkauft worden. Jetzt Ford hat ein komplett neues Auto auf die Räder gestellt, das sogar als Weltauto reüssieren soll. Autokenner mögen sich dabei an die nicht immer erfolgreichen Versuche der Vergangenheit erinnert fühlen, Weltautos zu kreieren. Doch die Ford-Oberen geben sich unbeirrt: „Wir feiern den Beginn einer neuen Ära“, erklärte Ford Chef Alan Mulally erst kürzlich. Der Fiesta soll künftig auf drei Kontinenten produziert und auf fünf Kontinenten verkauft werden. Mit leicht abgewandeltem Design auch in Nordamerika, wo Kleinwagen bisher als  schwer verkäuflich galten.

Gefällige Hülle, futuristischer Innenraum

Die europäische Hülle des unter anderem in Köln produzierten Modells dürfte jedenfalls durchaus ihre Fans finden. Ford hat konsequent das schon beim S-Max und beim neuen Mondeo vorexerzierte "Kinetic-Design" auf einen Kleinwagen übertragen. So steht der Fiesta vergleichsweise sportlich und breitbeinig da, ohne durch übertriebenen Zierrat peinlich zu wirken.

Im Innenraum ist ebenfalls alles neu. Die futuristische Mittelkonsole soll mit ihren schräg angeordneten Schaltern an ein modernes Mobiltelefon erinnern, könnte aber auch als Kommandoterminal im Rauschiff Orion durchgehen. Gut bedienen lässt sich das Ganze auf jeden  Fall. Bei der Materialauswahl ist das Bild ein wenig durchwachsen: Während die Cockpitoberfläche und die Bedienelemente hochwertig wirken, erinnern einzelne Teile wie Handschuhfach und Türverkleidungen doch arg an den Kunststoff, aus dem sonst Benzinkanister und andere unansehnliche Gebrauchsgegenstände gefertigt werden.

Großes Lob verdient dagegen das Raumangebot und die Sitze.  Personen bís 1,80 Meter sitzen vorne wie hinten sehr kommod. Darüber schränkt das nach hinten abfallende Dach die Kopffreiheit ein, während der Beinraum auch größer Gewachsenen keine Probleme bereiten sollte.  

Zu gefallen weiß auch die Musikanlage, die in den höherwertigen Versionen klanglich in der Oberklasse mitspielt und selbstredend etwa via USB-Stick mit MP3-Musikdateien gefüttert werden kann.

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