Autozoom: Elektrisierende Pläne für Saab

Autozoom: Elektrisierende Pläne für Saab

von Rebecca Eisert

Der schwedische Liebhabermarke Saab hat einen neuen Eigentümer. NEVS will Saab zur aufstrebenden Marke für Elektro-Autos machen.

Die National Electric Vehicle Sweden, kurz NEVS, kann nun die ehemaligen Saabanlagen in Trollhättan bei Göteborg nutzen, die Plattformen und sämtliche Test- und Forschungseinrichtungen für die Saab 9.3-Serie. Hinter NEVS steht die National Modern Energy Holdings, die von dem chinesisch-schwedischen Geschäftsmann Kai Johan Jiang geführt und kontrolliert wird und zu 51 Prozent der Hongkonger National Modern Energy Holding und zu 49 Prozent der japanischen Beteiligungsgesellschaft Sun Investment gehört.

NEVS will Saab zu einem führenden Hersteller von Elektroautos ausbauen. Die sollen auch Saab heißen, nur das Logo wird sich ändern. Denn die VW-Tochter Scania führt auf ihren Bussen und Lastwagen ebenfalls das Emblem mit dem Greif.

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Denkbar wäre stattdessen das Flugzeuglogo, das bereits im Saab 9-5II verwendet wurde. NEVS will als erstes Modell den Saab 9-3 mit Elektro-Antrieb präsentieren – und das schon in anderthalb Jahren. Prototypen gab es bei Saab bereits, so dass eine Produktion zumindest theoretisch möglich wäre.Selbst wenn die Produktion in dieser kurzen Zeit gelänge, bleibt die Frage, ob Saab beim Vertrieb auf sein altes Händler-Netz zurückgreift oder ob neue Partner gesucht werden.

Ob die alten Saab-Liebhaber, die es zweifelsohne noch gibt, dann aber ein beinahe zehn Jahre alles Modell möchten, dass sich lediglich durch den neuen Elektro-Motor vom alten unterscheidet, bleibt abzuwarten.

NEVS wird einen langen Atem mitbringen müssen, bis sich die Produktion rechnet. Im Wettkampf mit Massenhersteller wie Peugeot-Citroen oder Ford, die allesamt beim Verkauf ihrer Elektro-Modelle hinter den Erwartungen zurückbleiben, ist kaum davon auszugehen, dass Saab mit einer Kleinserie von Null auf Hundert schießt.

Die Marke Saab wurde durch die lange Insolvenzphase und die Streitereien zwischen General Motors und dem zwischenzeitlichen Eigentümer Spyker schwer beschädigt. Allein das Markenimage wieder mit positiven Inhalten zu füllen wird viel Zeit und Geld kosten. Ob dann gerade die Ausrichtung auf Elektroautos für Saab der richtige Weg ist?

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Die Saab-Fans wissen auch noch nicht so recht, wie sich mit den Ankündigungen des neuen Eigentümers umgehen sollen – so schreibt ein Nutzer in einem populären Rover-Blog: „Schade, keine Turbos mehr, kein Aero, aber wer weiß, Saab war schon immer anders, Zweitakter, Turbos etc. Warum nicht jetzt als Elektro? Gebt denen eine Chance! Als Saab die Turbos eingesetzt hat, waren sie auch Exoten. Sind sie es wieder!“

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