BASF-Manager Leube: "Kobalt wird nur selten direkt gefördert"

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BASF-Manager Leube: "Kobalt weglassen wird so schnell nicht möglich sein"

"Kobalt wird nur selten direkt gefördert"

Warum ist Kobalt nicht schneller zu ersetzen?
Kobalt wird in allen heute gängigen Zusammensetzungen der Kathoden von Li-Ionen-Zellen verwendet, auch bei den modernsten Varianten, NCM und NCA. Man braucht Kobalt, um die nötige Stabilität und Energiedichte zu gewährleisten. Kobalt ist heute also wichtig, um den Akkus die für die Verwendung im Auto nötige Lebensdauer und Reichweite zu verschaffen. Um Kobalt heute schon ganz oder teilweise ersetzen zu können, müsste man die anderen Materialien erheblich optimieren – oder ein ganz neues Materialkonzept für die Kathode erfinden.

Viele Rohstoffe für den Fahrzeugbau werden unter skandalösen Bedingungen abgebaut. Autohersteller und -zulieferer suchen nach Auswegen – tun sich dabei aber schwer. Eine Multimedia-Story.

Wir erwarten aber, dass die Batterie-Industrie in den kommenden Jahren weitere Fortschritte sowohl bei der chemischen Zusammensetzung des Kathodenmaterials, als auch beim Zellen- und Batteriepack-Design machen wird. Dadurch sollte es dann zunehmend möglich sein, Kathoden mit alternativen Materialen zu bauen, die bei weiter reduzierten Kobaltgehalten dennoch eine höhere Energiedichte aufweisen.

Wie viel Kobalt bräuchte man auf dem heutigen Stand der Technik für 30 Millionen Elektroautos mit Akkus von ungefähr 60 Kilowattstunden?
Die Nachfrage nach Kobalt hängt stark von der eingesetzten Kathodentechnologie ab. Die LIB-Hochleistungsbatterien, die heute verwendet werden, basieren durchgehend auf Kobalt. Nach unseren Annahmen bräuchte man bei 30 Millionen Elektroautos (BEV) mit Akkugrößen von durchschnittlich 60 kWh auf Basis der NCM 622-Technologie rund 300.000 Tonnen.

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Kann die Kobaltversorgung zwischenzeitlich knapp werden?
Wir können natürlich nicht für unsere Lieferanten sprechen. Aber Kobalt wird in den wenigsten Fällen direkt gefördert; es ist heute zu über 80 Prozent ein Nebenprodukt, das bei der Nickel- und Kupfergewinnung anfällt. Demzufolge hängt die Kobaltversorgung stark von der Kupfer- und Nickelnachfrage ab.

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