Coupé-Version: Volkswagen plant eigene Modellreihe für Passat CC

Coupé-Version: Volkswagen plant eigene Modellreihe für Passat CC

, aktualisiert 02. November 2011, 11:42 Uhr
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VW plant eine eigene Modellreihe des Passat CC.

Quelle:Handelsblatt Online

Volkswagen bemüht sich, die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse zu schließen. Das soll mit einem Ausbau der Coupé-Version des Passat zu einer eigenen Modellreihe gelingen.

Wolfsburg/Los AngelesVolkswagen will die Coupé-Version des Mittelklasse-Erfolgsmodells Passat einem Bericht zufolge zu einer eigenen Modellreihe ausbauen und damit eine Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse schließen. Der Passat CC solle den Kunden künftig eine „Aufstiegsmöglichkeit“ bieten, sagte Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg „auto motor und sport“. „Wir nennen ihn jetzt nur noch CC, um ihn stärker vom Passat zu differenzieren“, erklärt Hackenberg. „Der Passat ist ein starkes Flottenfahrzeug, der CC zielt vielmehr auf Privatkunden.“

Auf der Los Angeles Auto Show (18. bis 27. November) wollen die Wolfsburger den neuen CC vorstellen. Er soll vom Januar an verkauft werden. Die bisherige Motorenpalette bleibt vorerst unverändert. Der Chefdesigner der Kernmarke VW, Klaus Bischoff, kündigte aber eine neue Strategie für das Modell an: „Der CC könnte Grundstein für eine eigene Baureihe sein, die aus der Nische herauswächst und dann die Lücke zwischen Mittel- und Oberklasse bei Volkswagen schließt.“

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Bei seiner Aufholjagd in den USA kommt VW wohl vor allem dank des Passat zum Einstiegspreis von 20.000 Dollar (14.700 Euro) schneller voran als gedacht. Die Verkaufsorganisation werde voraussichtlich im laufenden Jahr erstmals seit dem Jahr 2003 profitabel sein, sagte unlängst US-Chef Jonathan Browning in einem Interview. Um in den USA auch insgesamt wieder schwarze Zahlen zu schreiben, müssten allerdings noch andere Sparten wie die neue Fabrik in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee profitabel arbeiten, fügte er hinzu. Für das gesamte US-Geschäft von Europas größtem Autobauer bekräftigte Browning das Ziel eines Gewinns 2013.

Absatz im Oktober brummte

In der Fabrik in Chattanooga läuft seit kurzem der speziell an den Geschmack der Amerikaner angepasste Passat vom Band, mit dem Volkswagen den in Amerika besonders erfolgreichen Familienwagen Camry von Toyota angreifen will. Im Oktober verzehnfachte sich der Absatz des Wagens fast. Dadurch sprangen die Auslieferungen von VW im vergangenen Monat in den USA um rund 40 Prozent nach oben. Bereits unmittelbar nach dem Verkaufsstart Mitte September hatte sich der Absatz des Passat vervierfacht.

Vom US-Passat konnte VW mehr als 5.000 Stück absetzen - zehn Mal soviel wie vom teureren Vorgänger. Hinzu kamen 11.300 Jetta-Limousinen, die ab 16.500 Dollar plus Steuern zu haben sind. Auch der neue Beetle (ab 19.800 Dollar) kam mit 1.500 verkauften Exemplaren gut an.

Der Konzern hat mehr als eine Milliarde Dollar in seine US-Fabrik mit einer Kapazität von anfangs 150.000 Fahrzeugen investiert. Bis 2018 soll sich die Zahl der in den USA verkauften Autos auf eine Million Einheiten fast verdreifachen. Einen großen Teil der in Amerika verkauften Autos lieferte das VW-Werk im mexikanischen Puebla mit einer Jahreskapazität von mehr als einer halben Million Fahrzeugen. Dort läuft der in den USA ebenfalls erfolgreiche Jetta vom Band. Von dem technisch mit dem europäischen Bestseller Golf verwandten Stufenheckmodell verkaufte VW im Oktober knapp zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Mit einem Marktanteil von unter drei Prozent spielt Europas größter Autobauer in den USA bislang nur eine Nischenrolle. Um die Opel-Mutter GM an der Weltmarktspitze abzulösen, wie es sich Konzernchef Martin Winterkorn zum Ziel gesteckt hat, müssen sich die Wolfsburger gewaltig steigern. Dazu sind höhere Verkaufszahlen auf dem nach China weltweit zweitgrößten Automarkt Nordamerika mitentscheidend.

Im Oktober legten die Gesamtverkäufe der Wolfsburger auf dem wichtigen US-Markt dank der Limousine um knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 28.000 Wagen zu. Zum Vergleich: US-Branchenprimus General Motors wurde im Oktober 186.900 Fahrzeuge in der Heimat los - allerdings war das ein mageres Plus von zwei Prozent. Chrysler kam auf 114.500 Wagen - und legte damit um satte 27 Prozent zu.

Quelle:  Handelsblatt Online
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